Salomon Trails 4 Germany – Kulmbach

Salomon Trails 4 Germany – Kulmbach im Frankenwald

Vom Mitveranstalter zum Teilnehmer und einem Traum der in Erfüllung ging

 

Vor 2 Wochen durften wir sie noch selbst austragen und nun waren wir zu Gast bei den Trails 4 Germany. Die vierte und letzte Station war zu Gast bei dem Crazy Runners Team Frankenwald, rund um Marcus Franz.

kurz vor dem Start der Langdistanz

Nachdem Joshua noch nicht fit genug war und Dominik mit einer Erkältung zu kämpfen hatte, begleiteten mich Sabine, Melanie und Stefano. So waren wir doch wieder ein kleines Team, welches sich auf den gut 300km langen Weg nach Kulmbach machte.

In Kulmbach angekommen war alles wie gewohnt top ausgeschrieben. Der Parkplatz war gleich gefunden und von dort aus ging es auch auf den Weg zum Start/Zielbereich.#

Das Team „We Run 4 Fun“ Markus Trölst, Melanie Gerstenlauer, Benjamin Klöppel, Sabine Governo, Stefano Poltronieri

Eigentlich wollte Dominik mitkommen und filmen. Da dieser aber krankheitsbedingt doch nicht mitkam, war ich anfänglich noch am Überlegen ob ich filmen sollte, jedoch war die Lust auf ein richtiges Rennen zum Ausgang der Saison dann doch etwas größer 😉

Um 14 Uhr gingen dann Sabine und Melanie auf die knapp 13km lange „Kurzdistanz“, ehe 30 min später unser Start sein sollte.

los geht es 🙂

Pünktlich um 14:30 fiel dann endlich unser Startschuss. Aufgrund meines Blickes auf die Top 10 reihte ich mich mal ganz frech in die erste Reihe ein und versuchte gleich nach dem Start an der Führungsgruppe dran zu bleiben, was jedoch nicht allzu leicht fiel, da Markus uns gleich nach dem Start hoch zur Plassenburg laufen ließ.
Bei der Burg angekommen, wurde es zwar etwas flacher, aber nichts desto trotz ging es weiter bergauf. Umso glücklicher war ich und vor allem meine geschundenen Waden, dass es nach 3 Kilometern erstmal wieder schön leicht bergab ging.  Auf dem Abstieg war für jeden Läufer was dabei. Für mich zwar nicht so schöne Schotter-Forstwege, über schon angenehmere, fluffige Waldwege, bishin zu knackigen Trailspassagen war alles dabei.
So mischte sich auch das Feld ein wenig durch. Man merkte gleich, wer mehr auf der Straße und wer mehr auf den Trails zuhause war.

ab durchs Nass 😉

Im Tal angekommen wechselte sich der Weg weiter ab und ließ es recht kurzweilig für die Läufer werden. Ein paar Meter auf der Straße, auf landwirtschaftlichen Wegen und vor allem auf einem richtig tollen Trail entlang des Weißen Main.

Die erste Verpflegung kam, bei dem perfekten Wetter, wie gerufen. Da ich ausnahmsweise mal mit ein wenig Platzierungsambitionen an den Start gegangen bin, habe ich immer mitgezählt, auf welchem Platz ich war. Zu diesem Zeitpunkt noch unter den ersten 10 🙂 wow!! ich war total happy 🙂

Zwar war ich zu dieser Zeit schon nicht mehr richtig frisch, aber das liebäugeln mit einer Top 10 Platzierung ließ den Kopf und die Beine immer weiter machen.

tolle, fluffig Trails

Auf dem Mittelstück, welches auf dem Streckenplan eigentlich relativ angenehm aussah, hatten Markus und sein Team ein paar echt harte Rampen eingebaut, was uns Läufern alles abverlangte. Leider, bzw. auch zum Glück, konnte ich nach den Bergen nicht wie gewohnt kurz Pause machen und filmen, sondern machte auf den flachen Zwischenstücken in dem schönen Frankenwald immer wieder Tempo.

Entlang des „Weißen Main“

Die vielen Zuschauer an der Strecke pushten uns Läufer und vor allem mich immer mehr, sodass ich nach gut 2/3 der Strecke den 4. Läufer vor mir hatte. Eigentlich schon total am Ende dachte ich mir: Wenn du den hast, bist du auf dem Treppchen. Bei TAR habe ich immer mal geträumt auf dem Podest zu stehen und jetzt ist es in Reichweite. Allein dieser Gedanke beflügelte mich nochmals, so dass ich auf den vorletzten Anstieg alles aus mir herausholte und an dem 4. Läufer vorbeizog.
Hinunter zur 3. Versorgung kam es mir zugute, dass ein par leicht technische Passagen dabei waren und ich so ein wenig Vorsprung herauslaufen konnte.

durch den tollen Frankenwald

An der Versorgung angekommen, wäre ich am liebsten hingegangen und hätte in alter TAR Manier gerne etwas in Ruhe gegessen und getrunken, aber das war heute nicht drin (selbst Schuld…. ich hätte ja auch wieder gemütlich mit Kamera laufen können 😉  )
Aber es ist echt interessant, wie so ein positives Gefühl mit Aussicht auf ein Treppchen einen kämpfen lassen.

Der letzte lange Abstieg war zum Glück relativ einfach und so konnte man sich nach unten „fallen“ lassen und musste nur versuchen, die Füße schnell genug nach vorne zu bekommen 😛

schnell hoch 😉

Unten angekommen hätte das Rennen eigentlich auch vorbei sein können, aber so einfach wollte Markus es uns nicht machen, auch wenn ich mehr als froh darüber gewesen wäre….

So hieß es nochmals hoch zur Plassenburg. Die Waden und Oberschenkel brannten schon, aber ich wollte die Aussicht auf das Treppchen nicht mehr verlieren…

So biss ich mich nach oben und war Gott froh als ich oben die Info bekam: Den 4. hast sicher! Der andere ist über 200 Meter hinter dir und muss die Treppen hier auch erstmal noch noch 🙂

vorbei an den „starken“ Männer 😉

Ausruhen jedoch darauf wollte ich mich nicht und zum Anderen ging es jetzt, endlich, nur noch final bergab ins Ziel. Angefeuert von den Zuschauern, der PlanB Crew und dem Glücksgefühl, so weit vorne zu sein flog ich auch den letzten Berg hinab.

Angekommen im Ziel gab es noch einen Zielsprung, welcher perfekt von Julia aufgenommen wurde. Und dann ging ein Wunsch in Erfüllung. Von Sven, dem Zielsicher, kam die Info: Benjamin Klöppel im Ziel 4. Gesamt und 3. bei der Kategorie MEN 🙂

IM ZIEL 🙂 Danke Julia für das tolle Bild 🙂

Ich hatte es geschafft: Endlich mal bei PlanB auf dem Treppchen zu stehen! Ein Traum ging in Erfüllung, auch wenn es eines meiner härtesten Rennen bisher war.

Danke Markus und Team für die tolle, abwechslungsreiche Strecke im tollen Frankenwald, wir kommen nächstes Jahr wieder zu dir 😉

ein Traum 🙂

Wir sind froh, Teil dieser Premiere gewesen sein zu dürfen und sind schon gespannt und freuen uns auf das nächste Jahr 🙂

 

 

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