We Run 4 Fun https://werun4fun.de TrailRunning Mon, 05 Aug 2019 14:19:55 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 https://werun4fun.de/wp-content/uploads/2017/05/cropped-DSC_0006-1-32x32.jpg We Run 4 Fun https://werun4fun.de 32 32 24 Stundenlauf Dettenhausen https://werun4fun.de/2019/07/24-stundenlauf-dettenhausen/ https://werun4fun.de/2019/07/24-stundenlauf-dettenhausen/#respond Fri, 26 Jul 2019 18:34:57 +0000 https://werun4fun.de/?p=2873 Das war er nun. Mein erster offizieller 100er! Zuvor bin ich nur 100 km gewandert. Dieses Mal wollte ich beim 24 Stundenlauf direkt vor der Haustüre mindestens 120 km laufen. Und genau das habe ich auch geschafft. In 21:30 Stunden. Bloß… wie kommt man auf so eine Idee? Ziemlich spontan meldete ich mich zu diesem Event an. Die größte Überwindung … weiter

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Das war er nun. Mein erster offizieller 100er! Zuvor bin ich nur 100 km gewandert. Dieses Mal wollte ich beim 24 Stundenlauf direkt vor der Haustüre mindestens 120 km laufen. Und genau das habe ich auch geschafft. In 21:30 Stunden. Bloß… wie kommt man auf so eine Idee?

Ziemlich spontan meldete ich mich zu diesem Event an. Die größte Überwindung war für mich die 1,6 km lange Runde, die immer und immer wieder gelaufen musste. 24 Stunden lang. Einen Tag und eine Nacht lang. Komischerweise war das so im Nachhinein überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil. Es gab mir unheimlich viel Sicherheit.

Ich hatte keine Ahnung , was da auf mich zukommt. Noch nie zuvor hatte ich einen Rundenlauf gemacht. Deshalb wusste ich auch keinen richtige Renntaktik. Ich beschloss einfach nach Körpergefühl zu laufen und Pausen zu machen, wenn es sich richtig anfühlte.

Bewappnet mit einer ganzen Sporttasche voller Essen und Trinken (unter anderem Maultaschen, Frikadellen, belegte Brote, Kuchen, Gummibärchen, Kaffee, Cola) ging es voller Vorfreude zum Start am Samstag Morgen.

Gemeinsam mit meiner Freundin Nanni ging es los. Wir haben das gleiche Tempo, was ziemlich toll war. So konnten wir uns gegenseitig motivieren und zusammen Pause machen. Das war richtig schön und schweißt zusammen ❤

Die ersten 9-10 Stunden waren brutal heiß (35 Grad), sodass ich super froh war, mich nach jeder Runde abzuduschen. Es war so warm, dass das Wasser immer wieder nach jeder Runde verdampft ist. Getrunken habe ich gefühlt zwei Badewannen voll 😂 Zum Glück hatte ich mein Tailwind dabei! Das hat mir sehr geholfen gut durchzuhalten und alle wichtigsten Mineralien aufzufüllen. Und der Geschmack ist sowieso einfach überragend 😉

Mein Ziel war es, bis 22 Uhr (also nach 12 Stunden) 70 km erreicht zu haben. Genau das habe ich geschafft um kurz vor 22 Uhr 😁 Da ich ziemlich viel Zeit bei Pausen verbummelt hatte seit dem Start, wäre die 140 km Marke zu knacken gar nicht so abwägig gewesen. Also hieß es Gas geben. Jetzt war sowieso genau meine Zeit: schön kühl und dunkel.

Jetzt ging es richtig los und ich konnte endlich richtig Gas geben! Der Kopf war auch super drauf und ich hatte nur ein Dauergrinsen in meinem Gesicht. 🤪

Die Nacht hat einfach was wundervolles. Eine ganz spezielle Atmosphäre. Bei 93 km hab ich dann eine lange Pause gemacht von einer Stunde. Einfach die Beine hochlegen und sich nicht bewegen. Das war super! Danach bemerkte ich aber, dass die Pause viel zu lang war. Ich brauchte wieder zwei Runden, bis ich schön im Laufen drin war.

Die 100 km Marke kam immer näher! Die letzte Runde davor gab ich nochmal richtig Gas. Das ganze Adrenalin und die Glückshormone überströmten mich. Was war ich glücklich, als ich dieses Ziel erreicht hatte. Und das noch vor dem Sonnenaufgang. Nun blieben also noch einige Stunden zum weiterlaufen. Die 120 km waren also locker drin. Dieser Gedanke entspannte mich.

Nun fing es langsam an zu regnen und gewittern. Aber das machte mir nichts aus. Ich hatte genug Läufe im Regen in letzter Zeit. Vom körperlichen her wurde es aber so langsam etwas zäh. Ich merkte wie die Kraft etwas nachließ. Als die Sonne dann wieder aufging ist das wieder nochmal so eine Art “Restart”. 🌅 Alles verändert sich, der Kopf denkt nochmal anders. Man wird nochmal richtig gepusht 🎉

Als ich die 121 km erreichte, setzte ich mich nochmal hin und machte Pause und trank erstmal Kaffee und aß ein kleines Frühstückchen. ☕ Ich dachte nach. In meinem Kopf kam immer wieder der nächste Lauf auf: der Pitzalpin Glacier Trail. Ein mega schwerer Lauf der schon zwei Wochen später sein sollte. Ich dachte weiter nach… Ich hatte mein realistisches Ziel von 120 km erreicht. Was will ich mehr? Und so entschied ich, nach 21:30 Stunden aufzuhören. Ich hätte weiter machen können. Aber es war eine sinnvolle Entscheidung. Vor allem im Hinblick auf den nächsten Lauf.

Einen Tag nach den 121 km ging es mir erstaunlicherweise super gut! Keinen Muskelkater oder sonstige Schmerzen. Nur enormen Hunger 😉 Ich bin zufrieden, mit dem was ich geschafft habe und weiß, dass die Entscheidung aufzuhören vollkommen richtig war 😊

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Eiger UltraTrail – 2019 https://werun4fun.de/2019/07/eiger-ultratrail-2019/ https://werun4fun.de/2019/07/eiger-ultratrail-2019/#respond Tue, 23 Jul 2019 11:05:40 +0000 https://werun4fun.de/?p=2827 Eiger UltraTrail – härter als die Nordwand solo, so wirbt der Veranstalter für sein Rennen. Und ich musste dieses Wochenende schmerzhaft spüren wie hart die Nordwand sein kann… Eigentlich stand der Eiger E101, dieses Jahr gar nicht auf meiner Racelist…Aber nachdem der ZUT dieses Jahr wegen Gewitter verkürzt wurde musste ich meine Quali für den WesternStaates woanders erlaufen.Glücklicherweise bekam ich … weiter

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Eiger UltraTrail – härter als die Nordwand solo, so wirbt der Veranstalter für sein Rennen. Und ich musste dieses Wochenende schmerzhaft spüren wie hart die Nordwand sein kann…

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https://youtu.be/n6rSGqCLC1A

Eigentlich stand der Eiger E101, dieses Jahr gar nicht auf meiner Racelist…
Aber nachdem der ZUT dieses Jahr wegen Gewitter verkürzt wurde musste ich meine Quali für den WesternStaates woanders erlaufen.
Glücklicherweise bekam ich über die Tauschbörse auf FB noch 3 Startplätze für den, innerhalb von Minuten, ausverkauften Lauf.

Anreise nach Grindelwald

Da wir Teil einer kleinen Doku über Trailrunning im SFR und nächstes Jahr auch in 3sat sein durften, fuhren wir schon Donnerstag Abend los um nicht Freitag die ganze Strecke fahren zu müssen und etwas früher vor Ort sein zu können .

Zusammen mit Sabine, David und Dome reisten wir, mit einem Zwischenstop in Feldkirch, nach Grindelwald in unser Quartier.
Die Downtone Lodge, ein echter Geheimtipp!!, 3 Gehminuten vom Start/Ziel Bereich entfernt und für nur 45,-€ pro Person und Nacht. Gut man hat kein eigenes Bad sondern pro Gebäude ein Gemeinschaftsbad aber was braucht man schon groß bei einem Lauf?
Was zu schlafen reicht vollkommen 😉 und das Frühstück wurde am Racetag sogar schon ab 2:30 Uhr serviert.

Start zum E101

2 Uhr klingelte der Wecker, eine kurze Nacht war rum und ein langer harter Tag sollte uns bevorstehen…
Aufstehen, Frühstücken, Material- und Wetterchek, alles passte für ein tollen Tag.
Pünktlich um 4 Uhr morgens wurden wir auf die Strecke losgelassen 🙂

So sehr ich mich auf den Lauf gefreut hatte, so schnell wurde ich nach dem Start enttäuscht, ich kam nicht ins Rennen….
Ich wurde nicht richtig wach, der Körper “fuhr” nicht richtig hoch, die innere Stimme fragte sich wahrscheinlich nur “was willst du gerade von mir”….
Das Problem hatte ich nachts schon öfter, aber morgens…
Eigentlich dachte ich noch “Perfekt, Start um 4 Uhr da kannst nachts doch noch davor schlafen und kommst nicht unbedingt in die nächste Nacht hinein”

Aber so musste ich schon schnell meine Wunschzielzeit von um die 17h rum ad acta legen und schauen das ich mich einfach zuerst mal in den Tag rein rette….

Während wir 4 die ersten Schritt auf Asphalt, raus aus Grindelwald, noch zusammen liefen, so machten sich Felix und David nach dem kleinen Stau vor dem ersten SingleTrail auf um ihr Tempo zu laufen.

So war ich zu diesem Zeitpunkt echt froh, dass Dome auch mit dabei war um mich wenigstens an ihn hängen zu können, da ich, besser der Kopf, bereits jetzt schon keine Lust mehr hatte und nicht nur kleine Gedanken an eine Aufgabe vorhanden waren…

Als wir die erste Vp erreichten kam auch so langsam auch die Sonne hinter den Berggipfel hervor 🙂
Ich fasste wieder etwas neuen Mut, in der Hoffnung das Tief der Nacht überwunden zu haben und nun endlich in meinen Tritt zu kommen…
Leider war dem nicht so, zwar lief der Downhill auf der Schleife, um den First, noch recht gut aber auf dem Aufstieg fielen mir immer wieder die Augen kurz zu…
So hatte ich zu diesem Zeitpunkt sogar Problem an Dome dran zu bleiben, ganz zu schweigen von dem Wunsch einfach aufzuhören und in die Lodge zurück zu gehen….

Aber irgendwie kamen doch die Km zusammen und so wurden wir nach gut 23 Km am First, zum zweitenmal von Sabine, an V3, erwartet.
Kurz das Wasser und TailWind aufgefüllt , ein paar Chips und Nüsschen genascht, verabschiedeten wir uns von Sabine und machten uns auf zum höchsten Punkt des Rennens, dem knapp 2.700 Meter hohem Faulhorn.

Endlich wach

Es wurde ja auch Zeit….
Endlich “fuhr” mein Körper mal hoch und die Müdigkeit verflog. Wie auf ein schlag lief es deutlich einfacher 🙂
Aber so gut es bei mir nun lief, solch Probleme hatte Dome mit der Höhe :/
So musste er, das letzte Stückchen, hoch zum Faulhorn nun etwas kämpfen.
Aber wir kamen dennoch oben an.
Wir verpflegten uns, auffüllen der Flasks war an dieser Stellen, da hier alles per Heli nach oben gebracht wurde, nicht erlaubt.
Trotzdem konnte man sich ausreichend versorgen und es war auch auf die ganze Strecke gesehen für ausreichend Flüssigkeit gesorgt 🙂

Mit Erreichen des Faulhorns war gut 1/3 der Strecke geschafft. Zwar mit knapp 7,5h weit hinter den eigentlichen Erwartungen, aber die haben sich nach dem Start ja sowieso komplett geändert.
Einzigstes Ziel war es nun die Qualizeit (unter 22 Stunden) für den Western Staates zu erreichen.
Und mit 7:21:29h Laufzeit für ca. 1/3 war hier keine Luft mehr…..

Eine schwere Entscheidung….

Also musst eine für mich in dem Augenblick schwere Entscheidung her…
Um die Zeit noch zu erreichen musste ich das Tempo erhöhen, was aber auch bedeutete mich von Dome zu trennen….
Was mir zu diesem Zeitpunk alles andere als leicht fiel, wäre ich ohne ihn zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich schon nicht mehr im Rennen….
Ich redet kurz mit ihm, ob es für ihn ok ist wenn ich etwas schneller laufe und ob bei ihm auch alles ok sei, bis auf die Probleme mit der Höhe.
Er bejahte und ohne zu überlegen schickte er mich los :), Danke!
Während Dome sich noch etwas Zeit an der VP nahm begann für mich nun endlich das Rennen, so wie ich es mir vorgestellt hatte…

Ein gut 20 Km langer Downhill, welcher immer wieder von kurzen, teils knackigen Anstiegen gespickt war stand an.
Die Beine waren ja noch recht frisch also versuchte ich Zeit gutzumachen und mir ein wenig Puffer für die 2. Hälfte zu erlaufen….

Während des Downhills hatte man teils grandiose Ausblicke auf den türkisenen Brienzersee 🙂 Einzigartig dieser Ausblick!!
Auf meinem Weg bergab stieß ich dann auf Stefan und Thorsten von TrailRunning24.de, welche die 51Km Tour auf sich genommen hatten 🙂
Dank den beiden wurde der Downhill welcher neben schweren ausgesetzten Passagen bis hin zu breiten Forstwegen alles zu bieten hatte ein recht kurzweiliges Erlebnis 🙂

Kurz vor der großen VP – Burglauen lief ich auf unseren Teampartner Sebastien auf, welcher so wie wahrscheinlich alle anderen und ich auch, unter der immer größer werdenden Hitze zu leiden hatte…
Was auch nicht gerade erleichternd war, die Wege waren Staubtrocken und der feine Staub wurde von den vorherigen Läufer/innen aufgewirbelt.

Halbzeit

In Burglauen wartete Sabine wieder auf das komplette Team, Auch David und Felix mussten sich der Hitze beugen und hatten eine etwas längere Verschnaufpause eingelegt.
Zwar hätte ich dies auch zu gerne gemacht, aber die Zeit hing mir im Nacken…
Mit nun gut 10:30h Laufzeit und etwas mehr als der Hälfte der Strecke, hatte ich zwar einen “kleinen” Puffer auf mein MUSS-Ziel erlaufen können, aber es galt leider noch gut über 3.000 HM zu bewältigen.

Nach kurzem Auftanken, verliesen wir zu 3. die V und machten uns auf in das Schlüsselstück. Die 2 Anstiege: zuerst nach Wengen und dann hoch zum Männlichen.

Ich setzte nun alles auf eine Karte, stand und stehen diese Saison schon und noch genug Läufe an wollte ich nicht noch einen weitern laufen “müssen”
So versuchte ich eine meiner Stärken bestmöglich zu nutzen, schnell bergauf gehen. Jedoch bemerkte ich schon während des Weges nach Wengen, dass es nicht einfach werden würde, den so langsam machten sich die 4Trails von vorheriger Woche und die doch zügige Pace seit dem Faulhorn etwas bemerkbar….
Zwar kam ich noch einigermaßen gut nach Wengen aber auf dem, teilwiese extrem steilen Anstieg hoch zum Männlichen zog es mir den Stecker.
Nachdem die Baumgrenze erreicht war waren wir direkt der Hitze und der Sonne ausgesetzt…


Ich musste immer wieder kleine Verschnaufpausen einlegen, die Kraft schwand und auch mental wurde ich immer leerer….
Fast 2 Stunden kostet mich der Aufstieg zum Gipfel. Aber scheinbar ging es nicht nur mir zu diesem Zeitpunkt nicht so gut bzw hatte nicht nur ich unter der Hitze zu leiden…
War doch bei den Medicals fast mehr los als wie an der VP, neben Läufer/inen welche erbrechen mussten wurden die andern mit Infusionen versorgt.

Aufgeben? Einfach alles Hinschmeißen?

Diese Gedanken waren gerade stärker denn je in meinem Kopf…
Nach etwas Cola kam nach dem langen Anstieg ohne Verpflegung zwar wieder etwas Kraft in den Körper zurück, jedoch war eine Leere in mir wie ich es bis dato noch nicht einmal bei den 100 Meilen hatte….

Seit Burglauen rechnete ich immer mit 5km in einer Stunde was ich Laufen musste um meine Quali für den WSRE noch zu erreichen.
Aber nach 6/7 Km in knapp 2 Stunden ist dieses Ziel wieder etwas weiter in die Ferne gerückt.
Aber mit noch gut 7,5h für die letzten knapp 35 km und um die 2.000 Hm nicht unmöglich.

Also ab in den Downhill, auf welchem ich es etwas “laufen” lassen konnte, komischerweise war ich zwar nicht mehr wirklich frisch und metal total leer, jedoch war die Muskulatur noch so gut das ich bergab locker joggen konnte und wenigstens nicht gehen musste 🙂

Auf dem Weg zur kleinen Scheidegg, musste ich leider erfahren das auch David der Hitze Tribut zollen musste und sich auf dem Männlichen übergeben hatte… Er und Felix, welcher die letzten Wochen viel krank und angeschlagen war, beendeten ihr Rennen leider hier….

An der VP “Kleine Scheidegg” wartet Sabine abermals, eigentlich auf uns alle, aber da David und Felix leider aufgeben mussten und die letzte Bahn um 22 Uhr oder 1 Uhr nachts für, dann nur auf mich.

Während ich froh war ein paar Minuten zu sitzen und zu verschnaufen, füllte sie mir meine Flasks auf, baute mich etwas auf und informierte mich über den Zustand von unseren restlichen Teammitgliedern 🙂

Ein klasse Team

Auf dem Weg von der kleinen Scheidegg hoch zum Eiger Gletscher, rief ich kurz meine Frau an, ich weiß jetzt zwar nicht mehr wirklich was wir gesprochen haben, viel war es auch nicht, aber trotzdem gab es nochmals Kraft ebenso wie die motivierenden Nachrichten vom restlichen Team welches daheim online mitfieberten, um den Aufstieg zum Eigergletscher zu schaffen 🙂

Oben angekommen war es auch Zeit für die Stirnlampe, welche ab 21:30 getragen und eingeschaltet sein musste.

Noch ca. 20 km davon ein langer Downhill ein kleiner und ein etwas länger Anstieg in 4:20h so langsam glaubte ich dran es heute trotz dem großteils, für mich, besch…… Rennen doch noch einigermaßen gute Ende nehmen könnte 🙂
Aber 20 km und um die 1.000Hm sind trotzdem noch ein weiter Weg….

Mitten im Abstieg verließ mich meine Garmin, der Akku war leer….
Hatte ich sie, nachdem ich eigentlich mit einer Zeit um 17 Stunden geliebäugelt hatte nicht auf die Lange Laufzeit eingestellt sondern auf sek. genaues tracking….

Hier bekam ich dann nochmals ein mulmigen Gefühl…
Hatte ich ja jetzt eigentlich nur noch die Km Schilder welche alle 5 km kamen zur Orientierung….
Gott sei dank war Marc daheim noch wach und wurde somit zu meinem 3. Auge, über den GPS – Sender und die Datasport App konnte er mir immer ungefähr, ganz genau hat es nicht gestimmt, bescheid geben wo ich mich gerade befinde.

Dann kam einer der Augenblicke, warum ich mitunter unseren Sport so liebe 😀
Neben den Anfeuerungen von meinem Team bekam ich noch weiter aufmuntertete und anfeuernde Nachrichten aus der Community 🙂
Danke hier mal an alle welche mit uns mitgefiebert haben!!

Schusssprint(chen)

Noch einmal knapp 100 Hm hoch und runter, dann eine VP nochmals und die 350 Hm die letzte Vp und dann bergab ins Ziel, so sah es zumindest auf dem Postenplan auf, welchen ich auf meinem Handy hatte…
Aber die Eidgenossen hatten noch eine kleine Überraschung parat, den dieser letzte Abschnitt stimmte nicht (gefühlsmäßig) und ich bin mir auch relativ sicher das es in echt auch etwas anders war – leider war zu diesem Zeitpunkt ja die Uhr aus.

Gefühlt waren deutlich mehr Hm am ersten “kleinen” Anstieg, zum Glück hatte ich aber “Augen” daheim welche wenigstens noch die Entfernung halbwegs abschätzen konnten.

Dann kam endlich ein Licht im Wald 🙂 die vorletzte VP war in Reichweite 🙂
Nochmals alles auffüllen, ein paar Chips und etwas Cola zur Stärkung und ab in den letzten Uphill.
Aber dieser wollte und wollte nicht enden, zwar war ich mir nach dem Marmorbruch, noch ca. 7Km ins Ziel + dem Aufstieg, sicher ich pack die 22h aber trotzdem bekam ich abermals ein mulmiges Gefühl.

Müsste ich, zumindest gefühlt, schon an Peak sein, so schlängelte sich der weg schier endlos nach oben….
Von Marc kam die Meldung noch: “da kommt gleich ne Spitzkehre und dann bist oben”


So schön die Nachricht war so schlimm war der Blick nach oben…
JA noch eine Spitzkehre, aber die ist ein gutes Stück über mir, gut erkennbar an der Stirnlampe die da oben vorbeihuschte…
SAber so erreichte ich doch noch die letzte Verpflegung, der letzte Berg ist geschafft, zwar schon eine halbe Stunde nach Mitternacht, aber im Augenblick war mir das so Schnuppe, ich war einfach nur überglücklich es jetzt gleich geschafft zu haben 🙂

Finale 🙂

Zwar waren es immer noch über 5k bis ins Ziel, aber das war mir jetzt sch…. egal.
Einfach nur noch ins Tal, ab nach Grindelwald, durchs Ziel, vlt noch duschen und ab ins Bett ich wollte nichts anderes mehr 😉
Kurz vor Ende wurde der Puls aber nochmals hochgetrieben, die Markierung der Strecke versetze mir einen kurzen Schock.
Zwar war an Kreuzungen immer gut der Weg gekennzeichnet, aber die gewohnten Sicherheitsmarkeierungen, sprich wenn 3 km zwischen 2 Kreuzungen sind gab es hier nicht und fehlte mir kurzzeitig.
Kurz war ich mir nicht mehr sicher ob ich in meiner Halbtrance eine Abzweigung übersehen hatte.
Glücklicherweise kam aber gerade da ein Auto die Straße hoch und gab mir grünes licht, ich bin weiter auf dem richtigen Weg 🙂

Dann rein nach Grindelwald, ein paar Meter noch hoch und schon hörte ich ein paar unermüdliche Zuschauer uns anfeuern und auch Sabine, Becci und Felix wartet dort auf mich um die letzten Meter mit mir ins Ziel zu laufen 🙂
Dort kam sogar extra noch meim diesjähriger TAR Partner, welcher die Strecke in unglaublichen 15h gelaufen ist
–> da hab ich mir im September was vorgenommen :/

Und um 01:15:51 Uhr nachts nach gut 21:15h Laufzeit hatte ich den Eiger UltraTrail bezwungen!!!!
Im Ziel war ich überglücklich nicht nur den Lauf und den heute extremen Kampf gegen mich gewonnen zu haben sondern auch noch die Quali Zeit für den Western Staates geschafft zu haben 🙂
Jetzt heiß es erstmals Pause und locker trainieren um dies wieder alles für die nächsten Abenteuer aufzufüllen 🙂

Fazit

Ein toller Lauf, zwar nicht mit der mir bisher gewohnten 1a Markierung (ab und zu wünschte ich mir eine Kontrollmarkierung) jedoch waren die ganzen Abzweigungen immer gut sichtbar.
Die Landschaft rund um den Eiger sucht seines gleichen, einfach ein Traum.
Und auch die Strecke hat alles zu bieten, Asphalt, Forstwege, SingleTrails, Schneefelder, ausgesetzte Passagen… es war alles dabei und lies den Lauf bzw. die einzelnen Abschnitte zwischen den VPs doch recht kurzweilig erscheinen.

Ich komme auf jeden Fall zurück und will den Lauf, der härte als die Nordwand solo ist, nochmals “gut” durchbringen

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Mountainman – Reit im Winkl https://werun4fun.de/2019/07/mountainman-reit-im-winkel/ https://werun4fun.de/2019/07/mountainman-reit-im-winkel/#respond Thu, 18 Jul 2019 19:02:08 +0000 https://werun4fun.de/?p=2806 Ich war am Vorabend etwas nervös und konnte deshalb nur ungefähr 2 Stunden schlafen 🙈 Der Start war ja auch relativ früh um 6 Uhr. Am Start hatte ich mich mit Hinnerk getroffen, der mir direkt neuen “Tailwind-Nutrition” Nachschub gab, danke nochmal dafür 😊 Gefrühstückt hatte ich nix, die erste VP war ja schon nach 3 km. Der Startschuss fiel pünktlich um 6 Uhr mit … weiter

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Ich war am Vorabend etwas nervös und konnte deshalb nur ungefähr 2 Stunden schlafen 🙈 Der Start war ja auch relativ früh um 6 Uhr.

Am Start hatte ich mich mit Hinnerk getroffen, der mir direkt neuen “Tailwind-Nutrition” Nachschub gab, danke nochmal dafür 😊

Gefrühstückt hatte ich nix, die erste VP war ja schon nach 3 km. Der Startschuss fiel pünktlich um 6 Uhr mit Regen. Ich hatte mich gefreut dort Kaiserschmarren zu bekommen, doch den gab es erst ab 10 Uhr 🙈Egal, Zitronenkuchen tat es auch 😉


Dann ging es schon an den ersten Anstieg ran. 600 HM auf 4KM ging es nun bergauf auf etwas gerölligem Weg. Oben angekommen wechselte es zu Kiesweg und es ging die gleichen Kilometer und Höhenmeter wieder bergabwärts zur zweiten VP. Dort konnte ich richtig schön Gas geben und hab mal kurz über 10 Leute überholt 😂 Hinnerk hatte ich dann leider erst bei der VP getroffen, als er schon am weitergehen war. Ich musste aber noch kurz Schmalz- und Käsebrote, Nektarinen und süße Stückchen essen.

Nach der VP ging es direkt wieder bergauf. Auf den folgenden 6 KM hatten wir nun 1100 HM zu bewältigen bis zur 3. VP, welche in einer Seilbahn war. Hab sie glatt übersehen und bin einfach weiter 😪

Nach der Seilbahn ging es wieder bergab auf einem etwas technischerem Weg, der ungefähr nach 2 km wieder zu einem breiteren Weg wechselte. Als der Weg wieder schön breit wurde, konnte ich wieder Gas geben und dann ist es passiert: irgendwie bin ich über meine eigenen Füße und die Stöcke gestolpert und mich hat es ordentlich auf die Schnauze gelegt 😬 Voll auf die rechte Seite. Mein Regenponcho war dahin und ich hab kurz erst mal überall nur Blut gesehen. Der Regen hat dieses aber schnell wieder weg gewaschen. Dieses Mal bin ich wirklich erschrocken, aber es ist zum Glück nix schlimmeres passiert ausser riesen große blaue Flecken an Hüfte und Arm. Wurde jetzt schon öfter von den Kollegen angesprochen, seit wann ich denn ein neues Tattoo habe und was das für ein Motiv sein soll 🤣🤣🤣

So, nächste VP. Es gab Kaffee, Kuchen und das allerbeste: Bananenmilch! Wie geil war das denn😍 
Ab dieser VP, bin ich wieder Marcel begegnet, der mir sowieso an diesem Tag dauernd über den Weg lief 😂 
Bei der nächsten VP kamen wir ins Gespräch, weil ich gesehen hab, dass er einen Megamarsch Becher hatte. Es stellte sich raus, dass er beim Kölnpfad war und dort 2 Freunde von mir kennen lernte. Wie klein die Welt doch ist! 
Bei der VP wo wir quatschten, gab es belegte Brötchen und Brühe 😋
Kurz diesen Gaumenschmaus unterm Schirm genossen, noch ne Schicht wärmere Kleidung angezogen. Es regnete weiterhin in Strömen, wie schon den ganzen Tag 😂

Ab da an liefen Marcel und ich gemeinsam weiter, wir liefen eigentlich schon fast von Anfang an immer paar hunderte Meter voneinander entfernt, mal der eine schneller, mal der andere. 

So in Begleitung war’s dann echt schön, vor allem wenn das Tempo so super passt 😊 
Bei der nächsten VP vertrödelten wir ganz schön viel Zeit wieder mal durch: Essen, klar, was auch sonst 😂 Es gab leckeren Kartoffeleintopf. Tat das gut, nach über 9 Stunden in der Kälte und total durchnässt zu laufen ist das die perfekte Aufwärmung.

Während Marcel jeder Pfütze ausweichte, sprang ich in jede Pfütze, denn für die dicken Füße war das kühle Nass einfach sooooo angenehm. Und nass durch den Regen waren sie ja eh schon 😜 
Weiter gings zur vorletzten VP, dort gab es Gemüsepflanzerl, das erste Essen einer VP was mir nicht schmeckte🤮🤮 
Ab jetzt ging es nur noch bergab. Dachten wir zumindest da. Bei der letzten VP angekommen gab es endlich meinen heiß ersehnten Kaiserschmarren!!!! Auf den hatte ich mich die ganze Zeit schon so gefreut 😄

Die letzten 6 Kilometer war ich glaub ich unausstehlich, wollte einfach nur schön duschen haha. Und als es dann noch schön über rutschige Holzbrücken durch ne Klamm ging, kam erstmals der Punkt bei diesem Lauf dass ich keinen Bock mehr hatte 🙈 
Dann ging es aber nur noch flach ins Ziel, endlich 🤩🤩 Als der Moderator sagte, dass noch 21 Leute unterwegs waren, war ich ziemlich überrascht, die armen taten mir leid, denn ich hatte gleich meine schöne warme Dusche 🤣🤪

Ein genialer Lauf, auch wenn man denken mag, wie kann man da nur Freude haben bei 13 Stunden Regen (ok, muss zugeben, 2.5 h davon habe ich mich untergestellt zum Essen und aufwärmen 😋).
Aber es hat mir einfach unheimlich viel Spass gemacht. War eigentlich warm genug angezogen, musste halt schauen, dass ich viel und nicht zu langsam laufe um warm zu bleiben. 
An sich war sie Strecke echt einfach. 54 km mit 2500 HM ist jetzt auch nicht so brutal, zumal es auch nicht wirklich technisch war ausser der eine kurze Abschnitt. 

Alles in allem ein toller Lauf, mit tollen Menschen und super leckerem Essen 😊

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4Trails – 4. Tag https://werun4fun.de/2019/07/4trails-4-tag/ https://werun4fun.de/2019/07/4trails-4-tag/#respond Sat, 13 Jul 2019 17:01:50 +0000 https://werun4fun.de/?p=2791 Der letzte Tag war angebrochen – ich war fast schon etwas wehmütig. So langsam hatte ich meinen Rhythmus gefunden: Aufstehen, Frühstück mit dem Team, Rucksack packen, noch 3-5 mal zur Toilette rennen, die bekannten Gesichter im Startblock: Lena und Katrin natürlich… und dann mit dem “Highway to Hell” die Berge stürmen. Das hatte schon was. So lief es auch heute … weiter

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Der letzte Tag war angebrochen – ich war fast schon etwas wehmütig. So langsam hatte ich meinen Rhythmus gefunden: Aufstehen, Frühstück mit dem Team, Rucksack packen, noch 3-5 mal zur Toilette rennen, die bekannten Gesichter im Startblock: Lena und Katrin natürlich… und dann mit dem “Highway to Hell” die Berge stürmen. Das hatte schon was. So lief es auch heute wieder ab. Bei leichtem Regen reihte ich mich ins Geschehen ein, plauderte ein wenig mit den Leuten um mich herum – man kannte sich inzwischen und wusste, wer sich während des Rennens vor und hinter einem herumtrieb. Die ersten zwei Kilometer waren recht flach, es ging über Wiesen und Feldwege aus Nassereith heraus.

Mario und Johannes grüßten kurz und ich dachte, wir würden uns sicher im Laufe des Tages noch sehen. Es ging recht eng zu und in den Wiesen hatten sich große Pfützen gebildet. Darum herrschte akute Staugefahr – davor waren wir gestern beim Briefing schon gewarnt worden. Genau deswegen gab es auch einen zweiten Zeitnahmepunkt, nach dem Ort, kurz vor dem Anstieg. Dann ging es recht abrupt und steil bergauf. Ich reihte mich in die Karawane ein und wir zuckelten fröhlich den Berg hinauf. Johannes und Benni waren wohl auf den Matschwiesen schon an mir vorbeigestürmt – sie waren wieder aus Block B gestartet aber sicherlich längst vor mir. Ich ließ es gemütlich angehen, bis zur ersten Versorgung, die nach etwa 6 km auftauchte. Dort wartete schon Johannes auf mich – ich freute mich, ihn zu sehen und hoffte, heute mit ihm mithalten zu können, denn meine Beine fühlten sich etwas schwer an. Zwar nicht so schlimm wie gestern, aber ich konnte noch nicht so recht einschätzen, ob ich das Tempo der letzten Tage würde halten können. Nachdem ich mich kurz verpflegt hatte, liefen wir weiter. Es ging noch ein paar Höhenmeter nach oben, aber nicht mehr so steil und es lief relativ locker – zumindest bei mir. Johannes jammerte ein bisschen, weil er die Zeit, in der er an der Versorgung auf mich gewartet hatte, wohl oder übel mit Essen überbrücken hatte “müssen” und die Gummibärchen in seinem Magen wohl ganz schön herumhüpften. So wie wir – denn es gab jede Menge Matsch und Pfützen.

Da holten wir uns ordentliche Schlammstiefel und bogen auch einmal ein wenig zu früh ab, sodass wir mitten durch den Sumpf hüpfen mussten, um auf die markierte Spur zurückzukommen. Dort war es allerdings nicht viel besser und der Regen wollte auch nicht aufhören. Immer wieder gab es auch kurze Bergab-Passagen. Es fröstelte mich ein wenig aber ich war zu bequem, um meine Jacke auszupacken. Ich hoffte, mir würde bald wieder warm werden. Am höchsten Punkt machten wir noch kurz ein Foto, dort wurden wir auch wieder kräftig angefeuert, das wärmte sozusagen von innen. Dann ging es auch schon wieder runter. Zunächst etwas technisch, über das recht rutschige Gestein. Später wurde es dann sanfter, mit mehr Wiesen und weniger Geröll. Ich ließ es ein wenig laufen und spürte meinen Muskelkater kaum noch.

Es dauerte auch gar nicht mehr lange, bis das “15 km to go” Schild auftauchte, und dann, nach einigen Hügeln und Treppen schon die zweite Versorgungsstelle. Doch kurz zuvor passierte leider direkt vor mir ein Sturz: Gabriele Pauli, die in den letzten Tagen stets die Women Senior Master Kategorie gewonnen hatte, rutschte aus, als sie sich unter einem über dem Weg liegenden Baumstamm durchgucken wollte – und fiel auf Seite und Oberschenkel. Ich rief sofort eine Warnung nach hinten durch und versuchte, ihr aufzuhelfen. Zum Glück war sie glimpflich davongekommen – vermutlich nur eine heftige Prellung. Tapfer rannte sie weiter. Es waren noch etwa 10 km bis zum Ziel – und dem Ende der 4Trails… Ich dachte an die letzten Tage und die tollen Trails – und genoss diesen noch in vollen Zügen. Sogar die Sonne ließ sich wieder blicken und ich war endlich wieder schön warm.

Leider ließ mein Akku so langsam nach und ich ließ Johannes davonziehen – ich musste Energie sparen. Er hatte sich sowieso schon gewundert, warum ich es bergab nicht mehr laufen ließ. Trotzdem hatte ich ihn immer im Blick und gab mir alle Mühe, dranzubleiben. Noch 4 Kilometer – das musste doch zu schaffen sein. Ich freute mich aufs Ziel und biss auf die Zähne. Wir kamen schon in eine Ortschaft, vermutlich schon Imst. Die Unterstützung der Zuschauer tat mir gut. Es kam noch ein letzter, unverschämt steiler Anstieg. Ich fluchte innerlich. Johannes hingegen bekam einen richtigen Energieschub – er raste davon wie von Sinnen – wow, der hatte ja noch Power!

Ich staunte und bemühte mich, in Sichtweite zu bleiben. Es wäre ja schön, auch am letzten Tag gemeinsam ins Ziel zu kommen. Ich war mir fast sicher, dass er ohnehin auf mich warten würde, wollte aber nicht zu weit zurückfallen. Da ging es zum Glück wieder eine Teerstraße bergab – ich nahm die Beine in die Hand und flitzte mit letzter Kraft den Berg hinunter, überholte sogar noch eine Dame und wir waren wieder auf gleicher Höhe. Glücklich und ziemlich k.o. rannten wir gemeinsam die letzten Meter ins Ziel, wo uns Benni und Thomas schon erwarteten. Nachdem wir geduscht und alles versorgt hatten, erwarteten wir unsere Hikerinnen Birgit, Sonja und Sabine und liefen dann – unter der Vereinsflagge – (nochmals) alle zusammen ins Ziel ein.

Die 4Trails waren wirklich eine tolle Erfahrung für mich und ich war wirklich etwas traurig, dass sie nun schon endeten. 4 Tage Trails, jede Menge Spaß, Emotionen und tolle Begegnungen lagen nun hinter mir. Ich bin stolz und glücklich, Teil einer so tollen Mannschaft zu sein. Ohne Thomas, der uns und unsere sieben Sachen immer überall abgeholt und hingefahren hatte, wäre all das gar nicht möglich gewesen – vielen Dank nochmal an dieser Stelle. Ein Hoch auf Werun4Fun!

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4Trails – 3. Tag https://werun4fun.de/2019/07/4trails-3-tag/ https://werun4fun.de/2019/07/4trails-3-tag/#respond Fri, 12 Jul 2019 18:49:21 +0000 https://werun4fun.de/?p=2788 Der erste besorgte Blick aus dem Fenster zeigte vor allem Nebel – aber zunächst keinen Regen. Der sollte aber leider nicht lange auf sich warten lassen. Nach dem Frühstück fuhr uns Thomas zum Start, der nicht weit weg von unserem Hotel war. Dort regnete es dann doch wieder und so machte mir die Klo-Schlange heute gar nichts aus. Dort standen … weiter

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Der erste besorgte Blick aus dem Fenster zeigte vor allem Nebel – aber zunächst keinen Regen. Der sollte aber leider nicht lange auf sich warten lassen. Nach dem Frühstück fuhr uns Thomas zum Start, der nicht weit weg von unserem Hotel war. Dort regnete es dann doch wieder und so machte mir die Klo-Schlange heute gar nichts aus. Dort standen wir wenigstens im Trockenen. Ich fand wieder Lena und Katrin und stellten uns zusammen in Block A auf. Ein Selfie vor dem Start musste auch noch sein 🙂

Gestern Abend bei der Pasta-Party (dieses Mal wirklich mit Pasta, die war megalecker) war schon angekündigt worden, dass die heutige Strecke aufgrund des schlechten Wetters geändert und damit kürzer wurde: Statt der ursprünglich geplanten 23,9 km waren 2,5 km weniger, also „nur“ 21,4 km zu meistern. Außerdem fielen 250 Höhenmeter – sprich: der zweite Gipfel – weg. Schade eigentlich, aber es gilt natürlich: Safety first. Es regnete auch fast den ganzen Vormittag und die Anstiege waren sehr steil und felsig – zudem warteten Schneefelder auf uns. Das gefürchtete Gewitter blieb zwar aus – aber vermutlich war es trotzdem eine weise Entscheidung gewesen.

Schon nach der ersten Versorgungsstation, die nach etwa 5 km auftauchte, ging es praktisch in die Vertikale. Wir schlängelten uns die Hänge entlang, die Kette aus bunten Jacken, Rucksäcken und Stöcken, die ich vor mir sah, zog sich scheinbar endlos hin. Apropos Stöcke: Heute war ich zutiefst dankbar über diese – von mir sonst manchmal als Feind betrachteten oder verachteten – Werkzeuge. Ein supernetter Läufer hinter mir sah, wie ich mich mühsam und etwas hilflos über die Schneefläche plagte – natürlich ohne Stöcke. Er bot mir einen von seinen beiden an. Dankbar nahm ich die Unterstützung an und so manövrierten Christian (so hieß der nette Kerl) und ich uns über dieses Hindernis. Mitten im Aufstieg hatten uns Helfer außerdem dazu angehalten (im wahrsten Sinne des Wortes), unsere Pflichtausrüstung herauszuholen: Es herrschte strenge Jacken- und Mützenpflicht. Im ersten Moment hatte ich keine Lust, zu stoppen und in meinem Rucksack zu wühlen. Gerade weil mir so kalt war, wollte ich ja unbedingt schnell weiter. Aber die Leute hatten vollkommen Recht: es war schweinekalt hier oben und man lief Gefahr, auszukühlen. Außerdem: Wenn alle anhalten, verliert man kaum Zeit und kann an seinen „Zugpferden“ dranbleiben.

Ich blieb erst mal hinter Christian. Ein paar Leute vor mir sah ich Johannes kraxeln, also war ich in bester Gesellschaft. Lena war zwar anfangs mit Johannes und mir gelaufen, hatte aber schnell – zuerst mich und dann auch ihn – hinter sich gelassen. Sie hatte heute wohl einen richtig guten Tag, das freute mich sehr, denn sie hatte von Knieproblemen erzählt und sich heute morgen eben jenes Bauteil noch tapen lassen. Toll, dass es nun wieder so gut vorwärts ging bei ihr. Ich hatte heute lange gebraucht, um meinen Rhythmus zu finden. Meine Beine fühlten sich etwas schwer an und ich war irgendwie etwas platt. Es war gut, dass wir auf dem Berg eher gemütlich unterwegs waren, so konnte ich meinen Puls ruhig halten und fühlte mich nach und nach immer besser. Am Gipfel wartete Johannes auf mich, er hatte schon tolle Fotos gemacht und nun machten wir noch ein paar zusammen, bevor es in den Downhill ging. 

Dieser war zunächst sehr steil und geröllig – promt schaufelte ich mir eine ganze Ladung fieser spitzer Sternchen in meine Schuhe. Das war sehr unangenehm und ich wollte sie an der nächsten Versorgung unbedingt wieder loswerden. Ansonsten machte der Downhill unheimlich Spaß, wir düsten über Wiesenstreifen, Felsen und Geröll, ich war richtig schön im Flow und genoss die Natur um mich herum. Auch der Regen hatte wieder nachgelassen. Nass war ich natürlich trotzdem – und zwar durch und durch. Ich ließ die Regenjacke trotzdem an, und auch die Mütze. So konnte mein Kopf schon nicht so schnell auskühlen. Johannes war mir auf den Fersen. Es kamen einige „Foto-Points“, ich blödelte ein bisschen rum und war super drauf. Dann tauchte auch schon bald die nächste Versorgungsstelle auf, wo ich mich endlich von den Piesakern in meinen Schuhen befreite. Katrins Papa war auch dort, er rief mir ein paar aufmunternde Worte zu, was mich sehr freute. Dann füllte ich noch kurz meine Wasserreserven auf, futterte ein paar Gummibärchen und weiter ging’s. 

Ich lief ein Stück auf einer Höhe mit Johannes, der bekam aber einen Energieschub, als er Mario, mit dem er gestern gelaufen war, am Horizont entdeckte – und war erst mal weg. Ich ließ sie laufen und genoss die Wälder und Wiesen. Doch irgendwie lief es dann bei mir plötzlich auch besser und ich sah die Jungs in erreichbarer Nähe vor mir. Also nix wie dranbleiben. Schon kam auch das „5 km to go“ Schild. Ich war top motiviert. Zeit für ein bisschen Geplauder mit Mario und seinem Laufkumpanen, der lustigerweise auch Johannes heißt- also Johannes mal zwei, Mario und ich. In dieser Konstellation meisterten wir die letzten Kilometer über Stock und Stein – und stürmten gemeinsam die Ziellinie. Mit einem Strahlen im Gesicht trotzten wir Regen und Blitzlichtgewitter (vor allem Johannes wurde abgelichtet, ich hatte heute ausnahmsweise kein Team-Shirt an, sondern nur den Vereins-Buff). Werun4Fun, woohooo 🙂 Ein toller Tag. Und wir hatten die Strecke sogar unter 3 Stunden geschafft-  das hatte ich gar nicht erwartet. Nun hieß es aber: Erst mal alles trocken legen und im Hotel aufwärmen.

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