We Run 4 Fun https://werun4fun.de Mon, 10 Jun 2019 18:06:54 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.1 https://werun4fun.de/wp-content/uploads/2017/05/cropped-DSC_0006-1-32x32.jpg We Run 4 Fun https://werun4fun.de 32 32 Lichtenstein Trail- Halbmarathon https://werun4fun.de/2019/06/lichtenstein-trail-halbmarathon/ https://werun4fun.de/2019/06/lichtenstein-trail-halbmarathon/#respond Mon, 10 Jun 2019 18:06:51 +0000 https://werun4fun.de/?p=2665 Es war der erste richtig warme Tag in diesem Sommer – im Auto schmolz sogar schon mein Motivations-Schokoriegel. Ich freute mich schon auf die Strecke. Bei einem der Vorbereitungsläufe war ich bereits dort gelaufen, damals war aber alles dick verschneit gewesen.  Ohne Schnee war es sicher noch viel schöner – und hoffentlich etwas weniger beschwerlich. Ich parkte auf dem Rewe-Parkplatz … weiter

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Es war der erste richtig warme Tag in diesem Sommer – im Auto schmolz sogar schon mein Motivations-Schokoriegel. Ich freute mich schon auf die Strecke. Bei einem der Vorbereitungsläufe war ich bereits dort gelaufen, damals war aber alles dick verschneit gewesen.  Ohne Schnee war es sicher noch viel schöner – und hoffentlich etwas weniger beschwerlich. Ich parkte auf dem Rewe-Parkplatz und hoffte, mein Auto würde nicht abgeschleppt, wenn ich länger als anderthalb Stunden dort stand. Das wäre ja eigentlich mal eine ambitionierte Zielzeit. Aber Spaß beiseite, ich wollte den Lauf genießen und hatte mir kein Zeitlimit gesetzt. Zumal das gestrige Konzert doch etwas bierreicher geworden war als gedacht… ich fühlte mich aber blendend und ging Richtung Anmeldung. Schon vor der Lichtensteinhalle, im bunten Gewusel aus Essens- und Verkaufsständen (man konnte tolle Ausrüstungs-Schnäppchen machen!), Läufern und Zuschauern wurde ich von Susanne herzlich begrüßt. Sie hatte mich im Vorfeld mehrfach dazu angehalten, hier mitzulaufen. Ich war natürlich sehr gern dabei, nachdem ich meine sonstigen Termine irgendwie drum herum organisiert bekommen hatte. Es hatte sich eine ziemliche Schlange vor der Anmeldung gebildet. Ich nutzte die Wartezeit, um die von Helfern ausgehändigte Haftungserklärung auszufüllen und ein wenig zu beobachten. Die Marathonis starteten bereits um 10 Uhr, für sie wurde es schon etwas knapp, darum durften sie sich an uns “Halbstarken” vorbeidrängeln. Dann gab es die Startertüte mit ein paar Goodies, Prospekten und natürlich die Startnummer. Ich machte mich startklar, quatschte noch ein paar Sätze mit Barbara vom Laufsinn, begrüßte Dennis, der uns briefte und begab mich dann in den Startblock. 

Durch den Ort war es sehr warm, ich nahm mich etwas zurück, um meinen Kreislauf nicht gleich anfangs zu überfordern. Denn ich merkte schon jetzt: es war mir zu warm. Am Anfang hatte ich noch richtig Biss, spurtete die Berge hoch und ließ es auf den wenigen ebenen Stücken laufen. Doch in der Sonne ging gar nix – mein Kreislauf fand es heute gar nicht witzig, sondern einfach nur hitzig. Also trank ich so viel Wasser wie möglich und hielt schon bei der ersten Versorgungsstation, bei etwa K10 an, um etwas Iso zu trinken. Zum Glück gab es diese Extra-Versorgung, sonst wäre bei mir schnell das Licht ausgegangen. Es ging bergauf, bergauf, bergauf – eigentlich liebe ich das, aber heute plagten mich die 1000 Höhenmeter ganz schön. Ich ließ einige Läufer an mir vorbeiziehen und genoss zwischendurch die tolle Aussicht. Von hinten kam eine andere Frau heran, wir plauderten und gemeinsam lief es sich gleich etwas leichter. Auf einem relativ flachen Stück im Wald traf ich überraschend auf Christina aus unserem Team – sie lief den ganzen Marathon mit. Ich war heute überhaupt nicht neidisch, sondern freute mich schon auf eine schöne Abkühlung später im Bach. Immer mehr Marathonis tauchten vor mir auf. Überholen motiviert ungemein. Schließlich waren wir am höchsten Punkt und etwa K15 angelangt: Schloss Lichtenstein. Wunderschön war es hier oben. Es gab einige Touristen, die sich sicherlich dachten “Sind die bekloppt?” und: Essen und Trinken. Ich erquickte mich an einem Stück Wassermelone und schüttete so viel Wasser in mich hinein, wie ich konnte. Total nette Menschen an der Station füllten mein Wasser auf und hatten für jeden ein paar aufmunternde Worte. Da ging es gleich mit neuer Kraft weiter. Bergab lief es super. Das andere Mädel und ich liefen quasi auf die nächste Dame auf und überholten sie bergab. Als es dann ein Stück bergauf ging, klebte sie uns aber wieder an den Fersen. Das sollte eine Verfolgungsjagd geben, die mich durchaus motivierte.

Die Frau, mit der ich zuerst gemeinsam gelaufen war, zog davon – sie hatte echt Power. Meine Verfolgerin und ich spielten Fangen: Bergab überholte ich sie, bergauf zog sie wieder davon. Am Ende kam sie eine knappe Minute vor mir im Ziel an – durchaus verdient. Wir hatten tapfer gekämpft. Am Ende hatte ich sogar noch genug Saft für einen kleinen Zielsprint, war aber echt froh, gut durchgekommen zu sein. In 2 Stunden und 36 Minuten für die 23 Kilometer- akzeptabel, vor allem bei dem Wetter. Immerhin Platz 8 von insgesamt 53 Frauen – ich war zufrieden. Dennis und der Moderator begrüßten mich überschwänglich (ich wurde sogar als Trailmagazin-Autorin angesagt ☺). Ich war etwas überrumpelt, nahm die tolle Holz-Medaille und mein Finisher-Getränk (superlecker!) entgegen und begab mich erst mal ins Wasser. Zumindest mit Arme und Beine streckte ich in den kleinen, kühlen Fluss und genoss die Erfrischung in vollen Zügen. Die anderen Halbmarathon-Mädels kamen auch alle ans Ufer.

Wir tauschten uns aus und schlossen neue Bekanntschaften – es sind einfach immer tolle Menschen bei einem Trailrun dabei. Ich schaute mir noch die ersten Zieleinläufe des Marathons an – tolle Leistung, da hatte ich echt Respekt. Leider sah ich weder Stefano noch Christina, die auch für unser Team gelaufen waren, denn ich musste bald schon wieder los zum nächsten Termin. Es hatte sich aber wirklich gelohnt – hiermit noch ein hohes Lob an die Orga – es war ein echt tolles Event. 

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Halb-Traum 2019 https://werun4fun.de/2019/05/halb-traum-2019/ https://werun4fun.de/2019/05/halb-traum-2019/#respond Fri, 24 May 2019 18:31:32 +0000 https://werun4fun.de/?p=2653 57 Kilometer und 1700 Höhenmeter - all meine Nicht-Läufer-Freunde und Verwandten zeigten mir einen Vogel, als ich von meinem Vorhaben, den Halb-Traum zu laufen, erzählte. Mein erster Ultra. Ich freute mich schon seit Wochen "trauf". Mein Trainingszustand war zwar nicht ideal, aber ich war total motiviert und optimistisch. weiter

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57 Kilometer und 1700 Höhenmeter – all meine Nicht-Läufer-Freunde und Verwandten zeigten mir  einen Vogel, als ich von meinem Vorhaben, den Halb-Traum zu laufen, erzählte. Mein erster Ultra. Ich freute mich schon seit Wochen “trauf”. Mein Trainingszustand war zwar nicht ideal, aber ich war total motiviert und optimistisch. 

Am Samstagmorgen düste ich also bei bestem Frühlingswetter von Merklingen, wo ich bei meinen Eltern übernachtet hatte, nach Geislingen und war pünktlich um 7.30 Uhr an der Startnummernausgabe. Parkplätze waren ausreichend vorhanden und alle Helfer waren super “trauf”. Ich holte meinen “Leckerli-Beutel”, er mit zahlreichen Broschüren, Gutscheinen und Pröbchen bestückt war und machte mich fertig – ähm, bereit natürlich. Fertig würde ich noch früh genug sein. Das Racebriefing verwirrte ich ein wenig – scheinbar musste man im Verlauf der Strecke auf unterschiedliche Markierungen achten. Ich versuchte mir alles zu merken. Noch mehr Nervosität kam auf, als ich ein paar Bekannte traf und alle durcheinander redeten. Die hatten bestimmt mehr trainiert als ich. “Du bist doch total bescheuert”, sagte mein “Vernunft-Ich”. Mein “Läufer-Ich” mahnte es energisch zur Ruhe. Keine Zeit für Hadereien – der Startschuss fiel pünktlich um 9 Uhr vor der Jahnhalle. 

Ich startete wie eine Rakete, das Adrenalin hatte mich mal wieder voll im Griff. Den ersten Kilometer, bis zur Überquerung der B10 liefen wir aber “Kolonne”- das war ganz gut. Trotzdem versuchte ich, nach vorn zu kommen. Schließlich wollte ich später beim Downhill niemandem in die Hacken laufen und die freie Sicht ins Tal genießen.  Es lief fantastisch. Ich war frisch, flott und hatte jede Menge Spaß – die Aussicht war mitunter phänomenal. Mitten im Wald vernahm ich plötzlich Blasmusik – da konnte die erste Versorgungsstation, Ave Maria Deggingen bei Kilometer 15, nicht mehr weit sein. Und tatsächlich: nach einigen Biegungen im Wald stand ich bei der Kapelle und wurde an der Versorgung herzlich empfangen. Die Helfer füllten meine Wasserflaschen auf, ich biss herzhaft in ein Stück Wassermelone und fühlte mich wie die Königin der Welt, als ich auch noch hörte, dass ich mich momentan auf Rang 2 der Damen befand. Also, nix wie weiter. Ich flog in weiten Sätzen den Berg hinunter – und bog promt irgendwo falsch ab. Fünf Minuten später hatte ich keine Ahnung mehr, wo es lang ging. Ich irrte durch Deggingen, auf der Suche nach den  “Löwenpfad” Schildern – und zückte schließlich meinen ausgedruckte Steckenplan. “Ich bin sowas von Old School”, dachte ich und fragte mich, warum zur Hölle ich mir nicht endlich so eine Uhr kaufen wollte. “Zu teuer” flüsterte der Schwabe in mir.

Ich beschloss, auf irgendeinem Weg in Richtung Reichenbach zu laufen – das war laut Plan der nächste Ort. Also navigierte ich mich anhand der Wanderschilder in diese Richtung. Unterwegs versicherte mich noch bei einem freundlichen Radler, der gewählte Weg nach Reichenbach führte. Ich lief also auf einem geteerten Radweg – zuerst hoch, dann wieder runter – und stand wieder in einer Ortschaft. Dort sah ich auch ein paar “Löwen” – aber scheinbar die falschen. Ich war kurz vor dem Verzweifeln. Andere Halb-Träumer hatte ich schon seit der letzten Versorgung nicht mehr gesehen.  Da fuhr plötzlich ein Auto neben mich heran. Der Fahrer rief mir zu: “Du bist nicht mehr auf der Strecke!”. Ach was? Tatsächlich schwante mir das schon. Er war supernett und half mir, zurück auf die Strecke zu finden. Zum Glück gibt es Navis. Leider hatte ich dadurch viel Zeit verloren  und war laut meiner Uhr, die leider keine GPS Tracks speichern kann, etwa 5 km Umweg gelaufen. Nun ja – ich war immerhin wieder “trauf”- und motiviert, etwas Zeit aufzuholen. Es tat gut, andere Läufer zu sehen. Ich quatschte hier und da, futterte ein paar Gummibärchen und fühlte mich gleich besser. Bergauf konnte ich sogar einige Läufer überholen. Etwa bei Kilometer 28 (für mich also 33) wurde es dann aber zäh. Es ging steil bergauf, zunächst auf einem Wiesenweg, dann im Wald. Mir war heiß, ich hatte kein Wasser mehr und fühlte mich auf einmal schlapp.

Knapp hinter mir lief Iris, die mich später noch ein langes Stück begleitete. In diesem Moment wollte ich mich aber nicht überholen lassen. Ich biss die Zähne zusammen und schleppte mich den Berg hinauf. Oben im Wald kam dann die Kehre, wo mir die schnelleren Läufer schon entgegenkamen. Stefano klatschte mich ab – er wunderte sich sicher, wo ich plötzlich herkam – schließlich war ich zu Anfang noch vor ihm gelaufen. Dann kam endlich die ersehnte Oase: die nächste Versorgung Kuchberg. Ich exte ein alkoholfreies Radler, trank dann noch zwei Becher Wasser und ein bisschen Cola. Nebenbei schob ich mir ein paar Apfel- und Melonenschnitze rein. Hauptsache, etwas Frisches. Gleich fühlte ich mich besser. Ich setzte mich noch kurz auf einen der Liegestühle und ließ meinen Puls kurz zur Ruhe kommen. Dann ging es weiter – zum Glück erst mal bergab. Ich holte Iris wieder ein, die mich während meiner Pause in der Versorgung überholt hatte. Wir kamen ins Gespräch und das tat mir gut. Bis zur nächsten Versorgung liefen wir fast immer zusammen. Es ging erstaunlich gut, die Anstiege ging ich meistens, bergab  und falls es mal eben war, lief ich ein ruhiges Tempo und spürte keine Schmerzen. Als wir einen traumhaften Weg zwischen Viehweiden und Waldrand entlangtrabten, fing es an zu donnern. “Mist, hoffentlich zieht das vorbei”, sagte ich zu Iris. Regen wäre ja ok, aber wenn ein Blitz einschlägt und uns womöglich trifft? Unwillkürlich liefen wir schneller. Es fing an zu regnen. Das war schön erfrischend, aber der Donner wurde lauter und die Trails am Waldrand entlang immer rutschiger.

Ich ließ Iris vorbeilaufen – sie hat eindeutig mehr Erfahrung und ich wollte keinen Sturz riskieren. Meine Beine fühlten sich zunehmend schwerer an. Bei einem Aussichtspunkt traf ich auf eine lustige Männergruppe. Ein Freund von ihnen hatte wohl eine private Versorgungsstelle aufgebaut: Unter einem Schirm standen die Männer zusammen, lachten und tranken etwas. Ich stellte mich kurz dazu und atmete durch. Da hatte ich auch schon die nächste Laufbegleitung gefunden: Die nächsten paar Kilometer heftete ich mich an die Truppe und redete ein wenig mit ihnen. Wir holten Iris wieder ein und liefen durch Geislingen zum Stadion, wo die dritte und letzte Versorgung vor dem Ziel auf uns wartete. Und zu meiner großen Überraschung standen dort meine Eltern! Sie erkundigten sich, wie es mir ging und ob ich etwas brauchte. Ich war total gerührt – das war so lieb von ihnen. Obwohl sie meine Lauferei “total gesponnen” finden, waren sie mächtig stolz auf mich, das konnte ich spüren. Ich war leider nicht im Stande, etwas Sinnvolles zu sagen. Stattdessen kippte ich mir Wasser ins Gesicht und in den Mund und aß ein paar Gummibärchen – das hilft schließlich immer. Die Versorgungsstation war, wie die anderen, der absolute Hammer- es gab von allem und die Helfer waren total lieb. Nachdem ich mich von meinen Eltern mit dem Versprechen, später nochmals in Merklingen vorbeizuschauen, verabschiedet hatte, ging es weiter. Noch neun Kilometer. Das waren eindeutig die längsten dieses Laufes. Ich fühlte mich nun doch ziemlich gerädert. Das wunderschöne Tal durchquerte ich gehend – die Treppen hätte ich beim besten Willen nicht laufen können. Oben traf ich einen sehr netten Herrn, mit dem ich fortan gemeinsam lief – bis kurz vor dem Ziel. Wir unterhielten uns und trafen unterwegs nochmal den netten Mann, der meine Irrwege beendet hatte. Er unterstützte seine Frau und fuhr gefühlt überall mit seinem Auto herum, sammelte verirrte Schäfchen ein und feuerte uns an. Kurz vor dem Ziel ging es durch Burg Helfenstein hindurch. Meine Knie hatten keine Lust mehr, bergab zu gehen, also genoss ich nochmals die schöne Aussicht und watschelte gemütlich Treppen und Teerstraßen hinunter. Mein Begleiter war noch frischer – er hatte außerdem deutlich mehr Ultra-Erfahrung als ich – und eilte vor mir Richtung Ziel. 

Der letzte Kilometer war pure Genugtuung – komme, was da wolle, ich werde finishen, dachte ich mir. Und promt bog ich kurz vor der Ziellinie nochmals falsch ab: welch Ironie. Ich lief also von der falschen Seite ins Ziel, drehte eine Ehrenrunde und strahlte übers ganze Gesicht, also ich meine Urkunde und die selbstgebastelte Holzmedaille in Empfang nahm. Ich hatte es geschafft, auf meine ganz eigene Art und Weise. Und zwar in 7 Stunden und 17 Minuten. Die Helfer im Ziel waren durch meine Aktion erheitert und freuten sich mit mir. Es herrschte wirklich eine tolle Atmosphäre und ich hatte trotz Irrungen und Wirrungen einen wunderschönen Tag mit ganz besonders (verrückten) Menschen. Vielen Dank und herzlichen Glückwunsch an alle Halb- und Albträumer. 

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Innsbruck Trail Festival 2019 – K25 https://werun4fun.de/2019/05/i%ef%bb%bfn%ef%bb%bfn%ef%bb%bfs%ef%bb%bfb%ef%bb%bfr%ef%bb%bfu%ef%bb%bfc%ef%bb%bfk%ef%bb%bf-%ef%bb%bft%ef%bb%bfr%ef%bb%bfa%ef%bb%bfi%ef%bb%bfl%ef%bb%bf-%ef%bb%bff%ef%bb%bfe%ef%bb%bfs%ef%bb%bft%ef%bb%bf/ https://werun4fun.de/2019/05/i%ef%bb%bfn%ef%bb%bfn%ef%bb%bfs%ef%bb%bfb%ef%bb%bfr%ef%bb%bfu%ef%bb%bfc%ef%bb%bfk%ef%bb%bf-%ef%bb%bft%ef%bb%bfr%ef%bb%bfa%ef%bb%bfi%ef%bb%bfl%ef%bb%bf-%ef%bb%bff%ef%bb%bfe%ef%bb%bfs%ef%bb%bft%ef%bb%bf/#respond Fri, 10 May 2019 19:00:30 +0000 https://werun4fun.de/?p=2577 Um die zehn Grad und Regen- Innsbruck hätte sich an einem Mai-Freitag einladender präsentieren können. Das tat der Stimmung rund ums Landestheater, in der “Trail City” jedoch kaum Abbruch. Es herrschte reger Betrieb: Zelte zur Startnummernausgabe, Foodtrucks und jede Menge namhafte Hersteller hatten sich auf dem Theatervorplatz postiert. Gestärkt durch eine ordentliche Portion “Chili Cheese Pommes” wagte ich mich zur … weiter

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https://www.youtube.com/watch?v=zqI9BmodgMo

Um die zehn Grad und Regen- Innsbruck hätte sich an einem Mai-Freitag einladender präsentieren können. Das tat der Stimmung rund ums Landestheater, in der “Trail City” jedoch kaum Abbruch. Es herrschte reger Betrieb: Zelte zur Startnummernausgabe, Foodtrucks und jede Menge namhafte Hersteller hatten sich auf dem Theatervorplatz postiert. Gestärkt durch eine ordentliche Portion “Chili Cheese Pommes” wagte ich mich zur Ummeldestation. Denn ich hatte nun doch noch Lust, den K42 anzugehen. Das war mein lang gehegter Plan- doch dann hatte ich, vor etwa zwei Wochen, doch kalte Füße bekommen. Umzug, Stress und der bevorstehende “Halbtraum” auf der Schwäbischen Alb (schlappe 57km) ließen mich zweifeln, ob dies nun der richtige Zeitpunkt für meinen ersten Marathon war. So hatte mich meine Vernunft dazu gebracht, auf den K25 umzumelden.

tolle Trails

Eine Entscheidung, die ich noch bereuen sollte. Denn leider ist ein “Upgrade” am Tag zuvor nicht mehr möglich. Schade, aber okay- beim nächsten Mal lieber länger warten. “Downgraden” kann man nämlich noch bis kurz vorher. Ich war trotzdem voller Vorfreude auf den morgigen Lauf. Nachdem wir uns noch eine Weile auf dem Geländer herumgetrieben, mit Bekannten geplaudert, allerhand neue Riegel und Leckereien probiert und fleißig Werbegeschenke gesammelt hatten, ging es zurück ins Hotel. Nach einem Besuch in einer tollen Pizzeria, wo in letzter Minute sogar noch Benni und Dominik hinzustießen hieß es dann: ab ins Bett. 

kurz vor dem Start des K42

Der nächste Tag begann früh – und zum Glück ohne Regen. Um 7.15 war das Race Briefing angesetzt. Die Pflichtausrüstung war bereits bei der Startnummernausgabe am Tag zuvor gründlich kontrolliert worden. Trotzdem gab es noch einen kurzen Check vor dem Startblock. Die laut Listen 732 Trailrunner (und damit knapp 150 mehr als im letzten Jahr) reihten sich lachend und grüßend ein, rückten ihre Rucksäcke zurecht, starteten ihre Uhren – und los ging’s. Obwohl ich aufgrund der für mich üblichen Streckenlänge relativ relaxt war, schlug mein Herz beim Countdown schneller. Ich wollte sowas von los. Trotzdem hatte ich mich im Mittelfeld eingeordnet. Gleich am Anfang überholt zu werden, ist nicht gerade motivierend. Und zu schnelles Losrennen hatte ich schon des Öfteren bereut. Also schön gemütlich. Auf den ersten paar Kilometern traf ich allerhand Bekannte und ratschte hier und dort.

knackige Anstiege

Es lief locker, die Anstiege zogen sich zwar etwas, aber darauf war ich ja eingestellt. Als es etwa auf der Hälfte der Stecke auf einem Forstweg flach geradeaus ging, fiel ich jedoch kurz in ein Motivationsloch. Ich wollte Kurven, Berge, wieder irgendwas anderes sehen – der schnurgerade Weg machte mich fertig. Bei der nächsten der exzellenten Versorgungsstationen futterte ich dann diese leckeren Gummibärchen in Würfelform, die ich gestern schon probiert hatte- und hatte plötzlich wieder Power. Vielleicht war die Banane zum Frühstück doch zu wenig gewesen. Nun rollte es zum Glück wieder. Im Wald machte ich zwar eine kleine Bauchlandung, als ich einmal kurz nicht aufpasste und eine Wurzel übersah. Aber Dreck dient ja bekanntlich zur Tarnung. Ich flog bergab förmlich an einigen Läufern vorbei und wollte am liebsten überhaupt nicht mehr aufhören zu laufen. Die letzten paar hundert Meter ins Ziel waren nochmal heftig: es ging steil bergauf durch den Wald über den sogenannten Akademikersteig zum Natterer See. Dort tauchte  dann- für mich viel zu früh – das Ziel auf. Zwei Stunden und 48 Minuten- eine durchaus annehmbare Zeit.

Panorama um Innsbruck

In der Nähe der üppigen Zielverpflegung traf ich meine Teamkollegen, die von hier aus wenig später den K42 starteten. Wehmütig blickte ich ihnen nach. Es gab nun sogar noch ein wenig Sonnenschein und blieb trocken bis die meisten Marathonis durch waren. Nächstes Jahr bin ich definitiv dabei. Auch die abendliche Knödelparty überzeugte mich: mit drei Knödeln pro Mann wurde großzügig kalkuliert und das österreichische Bier schmeckte ausgezeichnet. Die Musik war zwar etwas laut, aber wir waren sowieso zu müde, um tiefsinnige Gespräche zu führen. Nach dem Essen hieß es: Bühne frei für den laufSinn. Unser Partner aus Ulm stellte in diesem Jahr das “zweitsportlichste Team”. Da waren wir alle natürlich mächtig stolz und durften sogar mit auf die Bühne und nachher noch zum Foto vor dem riesigen INOV-8-Laufschuh (Hauptsponsor der Veranstaltung). Innsbruck, ich komme wieder!

2. größtes Team Laufsinn Ulm

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Alles was Du brauchst ? https://werun4fun.de/2019/04/alles-was-du-brauchst/ https://werun4fun.de/2019/04/alles-was-du-brauchst/#respond Wed, 17 Apr 2019 06:58:53 +0000 https://werun4fun.de/?p=2550 Ich stehe an der V5 in der Leutasch und breche meinen Lauf ab. Zu groß sind meine Magenprobleme und alles was damit einhergeht. Keine Chance mehr die restlichen 50k zu schaffen. Wieder einmal, hat mir mein Magen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und es tauchen wieder die Fragen auf: Was kann ich machen um das zu vermeiden? Was hab … weiter

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Ich stehe an der V5 in der Leutasch und breche meinen Lauf ab. Zu groß sind meine Magenprobleme und alles was damit einhergeht. Keine Chance mehr die restlichen 50k zu schaffen. Wieder einmal, hat mir mein Magen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und es tauchen wieder die Fragen auf: Was kann ich machen um das zu vermeiden? Was hab ich noch nicht probiert?

Viele die sich auf den Trails oder Straßen dieser Welt tummeln kennen sie. Insbesondere wenn es mal etwas “länger” dauert, treten sie verstärkt auf. Magenprobleme. So auch bei mir. Immer wieder plagten mich die Problemchen, welche nicht selten dazu führten, daß ich den Lauf vorzeitig abbrechen musste.

Irgendwann, es war kurz nach dem obigen ZUT, lernte ich Anna (selbst eine erfahrene Ultraläuferin) kennen. Erst virtuell (FB), dann persönlich, zusammen mit Ihrem Lebensgefährten Peter. Wir saßen in einem Cafe in Grainau, tranken gemütlich unseren Latte Macchiato, und quatschten über Gott und die Welt. Sie erzählten mir von einem Sportgetränk; speziell für Ausdauersportarten entwickelt. Tailwind, so der Name. Hm, wieder was Neues? Hatte ich doch schon fast die komplette Palette durchprobiert. Und zwar erfolglos. Sie gaben mir einige Proben Tailwind mit. https://tailwindgermany.de/

“Probiers mal aus, mehr brauchst Du nicht”, so der Satz der mir lange nachhallte. Zugegeben, ich war skeptisch. Aber zu verlieren hatte ich auch nichts. Schlimmer bzw. zerfahrener als in diesem Moment konnte es nicht werden. Ich tastete mich im Training ran.
Das (für mich) optimale Mischungsverhältnis (1 Stickpack auf 500 ml Wasser) war schnell gefunden. Im Training passte es. Aber hier war auch noch keine Extremsituation wie im Wettkampf gegeben. Denn dort war es bisher immer so, daß es ab einem bestimmten Zeitpunkt garnicht mehr ging. Manchmal waren die Probleme so groß, das ich nichts mehr trinken konnte. Was das heißt brauch ich Euch ja nicht zu beschreiben.

Toll fand ich, das Anna sich regelmäßig nach mir und meinen Erfahrungen mit Tailwind erkundigte. Und dann kam der erste Wettkampf. Ich trank alle 20-30 Minuten ein paar Schlucke aus der Mischung und sofort hinterher etwas Wasser. -und……. hielt an an kaum einer V an. Maximal um etwas festes zu mir zu nehmen. Magenprobleme? Fehlanzeige. So sehr ich auch drüber nachdachte, getreu dem Motto “Jetzt gehts gleich los”, es passierte nichts. Im Gegenteil. Ich bin zuvor noch nie so problemlos einen Ultra gelaufen.

Das war vor 2 Jahren. Und wenn ich, seitdem, nicht ins Ziel kam, lag dies nicht an der Ernährung 😉 Abgesehen von den nicht mehr vorhandenen Magensorgen, gibt es wirklich noch nen Extrakick Energie. Die Sorten sind ausgewogen, manch einer mischt diese sogar untereinader, was mir persönlich nicht so behagt, und Sorten mit Coffeeinzusatz gibt es auch. Ich habe bis dato mit noch niemandem gesprochen der mit Tailwind nicht zurecht kam. Wirklich, “Alles was Du brauchst”

Noch eine kleine Anmerkung zum Schluss 😉

Ja wir haben von unserem Verein aus eine Partnerschaft mit TailWind Nutrion Germany.
Für diesen Bericht haben wir jedoch keinerleich Sach- und / oder Geldspenden bekommen.
Er spiegelt nur die Erfahrung von unserem Mitglied Carsten Liebers wieder.

PS: Danke an alle Leser welche den Artikel bis zum Schluss durchgelesen haben 😉
Als Dank haben wir für euch eine kleine Überaschung in Form eines Gutscheines für den nächsten oder ersten Einkauf bei TailWind 🙂
Schreibt uns einfach auf Facebook an oder eine Mail an info@werun4fun.de und ihr bekommt euren Gutscheincode 😉

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Transalpine Run 2018 https://werun4fun.de/2018/09/transalpine-run-2018/ https://werun4fun.de/2018/09/transalpine-run-2018/#comments Fri, 28 Sep 2018 10:17:49 +0000 https://werun4fun.de/?p=2273 Transalpine Run 2018 – 7 Days 2 Runners 1 Dream Nach 6x Transalpine dürfte es doch routiniert laufen? Nein, denn der TAR bietet immer was neues.   Bereits zum 6. Mal ging es dieses Jahr für mich an den Start des Transalpine Run. Eigentlich sollte man ja glauben, dass er auf Dauer etwas eintönig werden könnte, aber so ist es … weiter

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Transalpine Run 2018 – 7 Days 2 Runners 1 Dream

Nach 6x Transalpine dürfte es doch routiniert laufen? Nein, denn der TAR bietet immer was neues.

 

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https://www.youtube.com/watch?v=5bFAiEHUR7Y&t=673s

Bereits zum 6. Mal ging es dieses Jahr für mich an den Start des Transalpine Run. Eigentlich sollte man ja glauben, dass er auf Dauer etwas eintönig werden könnte, aber so ist es nicht….

Zuerst war es so geplant wie 2016. Alle 4 Klöppel-Brüder sollten gemeinsam an den Start gehen. Aber leider hatte unserWeRun4Fun-Team dieses Jahr eine richtige Pechsträhne…

Zuerst hatte Marc einen Muskelfaseriss, gefolgt von einem Spiralbruch am Arm, Joshua hatte einen Motorradunfall und Dome riss sich alle Bänder im linken Fuß, nur das Syndesmosesband war nicht ganz durch.
Zu guter Letzt brach sich Sebastiens eigentlicher Partner sein Bein, am gleichen Wochenende wie Dome sich seine Verletzung zuzog….

Glücklicherweise fand Urte mit Patrick schnell einen Ersatz für Dome. Dani (Marcs ursprünglicher Partner) und Carsten (Joshuas ursprünglicher Partner) ergänzten sich zu einem 1A Team und auch Sebastien fand noch einen Ersatz. Lediglich Tizi und ich durften, glücklicherweise, wie geplant an den Start gehen 🙂

Gut… Etwas Routine gab es dann doch : Das Packen der Tasche läuft in der Zwischenzeit problemlos ab 😀

Auf dem Weg nach Garmisch

Die Tage vor dem TAR vergingen durch den Hausbau (leider) viel zu schnell, sodass im Vorfeld noch gar kein richtiges Feeling aufkommen durfte. Das sollte sich jedoch nach unserer Ankuft in Garmisch schleunigst ändern. Gleich nach der Ankunft ging es zur Startunterlagenausgabe und ab da war der TAR wieder voll da. Die Vorfreude auf 7 Tage Spaß, Schmerzen, gute Laune und all die anderen verrückten Läufer war da 🙂

Und spätestens bei der Eröffungsfeier hat der TAR auch den letzten Teilnehmer verzaubert. Wenn die Fahnenkinder mit allen Flaggen der teilnehmenden Nationen die Bühne betreten und der TAR von Speaker Sven und den weiteren Verantwortlichen eröffnet wird, bekommt jeder das Feeling 🙂

 

Tag 1 – Garmisch –> Nassereith – ein Brett zum Start

Eigentlich ist der erste Tag beim TAR ein Tag zum Reinkommen in den Lauf, aber dieses Jahr war alles ein wenig anders. Gleich am ersten Tag standen nicht nur über 2.400 HM zum Start auf dem Programm, sondern auch noch der erste Ultra mit knapp 44km.


Das Wetter war eigentlich perfekt zum Laufen, nicht zu warm, nicht zu kühl und bewölkt. Zwar nicht optimal für eine tolle Aussicht, doch besser als zu heiß 😉
Um 9 Uhr setzte sich der Tross in Bewegung. Anfänglich noch über Aspahlt und Fortswege ging es recht schnell ins Wettersteinmassiv. Während unsere drei anderen Teams weiter vorne liefen, reihten sich Tizi und ich hinten im Feld ein. Tizi, die erst kurz vor dem TAR eine 4-wöchige Radreise durch Taschikistan gemacht hatte, war läuferisch nicht so trainiert wie letztes Jahr. Was für uns aber (vorerst) kein Problem sein sollte 🙂 Nach einem schönen Wechsel von fluffigen, laufbaren Trails, harten An- und Abstiegen erhaschten wir nach gut 7-8 Stunden endlich den ersten Blick auf Nassereith.


Ganz schön lange und hart für eine erste Etappe dachten wir. Die letzten Jahre kam uns dies nie so extrem vor. Es sollte auch nicht das letzte Mal sein, dass diese Gedanken aufkamen.

Nach knapp 9:45h erreichten wir dann in Nassereith den ersten von sieben Zielorten.

 

Tag 2 – Nassereith –> Imst – let the Trails begin

Nachdem am ersten Tag, besonders anfänglich, noch nicht so viele tolle Trails zu erleben waren, so wurden wir am zweiten Tag dafür reichlich belohnt. Nach ein paar Metern hinaus aus Nassereith wurden wir alle auf einem schönen Singeltrail in Richtung des ersten Gipfels geschickt. Nachdem sich gestern das Feld durch das lange, flache Stück zu Beginn doch sehr auseinandergezogen hatte und wir oft und viel alleine unterwegs waren, machte der Aufstieg an dem Tag viel mehr Spaß, da sich ein große Schlange aus Trailläufern den Weg nach oben gemeinsam suchten.

Und durch die doch angenehme Etappenlänge von 27 Km und gut 1.300 HM war die Stimmung recht ausgelassen nach dem doch langen Vortag 🙂
Heute sollten die Läufer in einen ganz seltenen Genuß bei diesem TAR kommen: Bis 14/15 Uhr waren die letzten im Ziel und so hatten auch mal die “langsamen” Läufer etwas vom Tag  und Imst 🙂

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Als Tizi und ich nach gut 5h in Imst einliefen, gab es noch eine tolle Überraschung für mich: Tim aus NY hatte Kevin Haoud McDonald, welcher auf Werbetour für den TransrockisRun dabei war auf unser Team aufmerksam gemacht und so wurde ich von ihm eingeladen nächstes Jahr den TransrockiesRun mitzulaufen und für euch zu berichten und ein schönes Video zu machen 😀

 

Tag 3 – Imst –> Mandarfen – die Königsetappe

Noch wärend der gestrigen Etappe kam eine SMS mit der neuen Startzeit für den nächsten Tag: 6:30Uhr… So früh wie noch nie. Allen graute es vor den 51 Km und über 3.100 HM im Aufstieg.


Über das Cut Off machten wir uns an dem Tag keine Sorgen, denn das ist erfahrungsgemäß gefährlicher bei den kurzen Etappen. Die 51 km waren für Tizi doch ein Brett, die Ausdauer war durch das Radeln da, aber eine solche Distanz und die vielen Höhenmeter….


Heute war also besonders Teamwork gefragt. Im flachen machten wir gemütlich und ohne Stress Meter um Meter und im bergauf schob ich Tizi den Berg nach oben, um sie so viel wie möglich zu entlasten. Und es klappte perfekt! Wie ein Uhrwerk spulten wir den Tag durch und hatten sogar richtig Spaß, auch da sich langsam immer die gleichen Läufer/innen um einen gesellten. Besonders mit den Teams aus Kanada liefen wir viel umher 🙂

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Lediglich am Ende war der Spaß des Tages etwas weg. Gut 10 Km ging es leicht ansteigend einen Forstweg ins Ziel. Die Freude dies in gut 11:30h erreicht zu haben war dafür umso größer 🙂

 

Tag 4 – Mandarfen –> Sölden – die eigentliche Königsetappe

Gestern 51 Km und über 3.100 Höhenmeter, heute 28 Km gut 2.200 Höhenmeter im Aufstieg. Viele haben sich auf einen lockeren Tag eingestellt nach der eigentlichen Königsetappe gestern.
Start im Mandarfen, Berg hoch, rund um den Riffelsee, runter zur V1, hoch zum Rettenbachjoch und ab nach Sölden.
Aber alle, die den TAR kennen, wissen: So einfach wird es heute nicht…

Die wenigen, besonders für das hintere Feld, “laufbaren” Passagen sollten einige der Läufer/innen in Probleme mit dem CutOff bringen….
Auch der enge SingleTrail gleich nach Mandarfen kostete viele Zeit. Zwar liefen alle schön wie an einer Perlenschnur gekettet den Berg hoch, allerdings kostete es allen Zeit.
Umso schöner war es, dass die Rennleitung direkt gleich reagiert hat und den Cut an der ersten Versorgung verlängerte.

Hoch mit gut 15 min Vorsprung ging es raus aus V1 in dem Wissen, dass der Anstieg es ganz schön in sich hat, hetzte ich Tizi ein wenig. Ich wollte doch unbedingt mit ihr zusammen in Brixen ankommen, hat sie mir doch vor der 3. Etappe noch versprochen: Wenn wir zusammen in Brixen einlaufen, dann läuft sie nochmal den TAR mit mir!
Nicht nur die Luft wurde dünner, sondern auch das Zeitfenster. Umso dankbarer war ich, als wir kurz vor dem Rettenbachjoch die Meldung von unserer Bodencrew erhielten, der Cut würde abermals ein wenig verlängert und als dies auf der Strecke bestätigt wurde, fiel uns ein Stein vom Herzen. Jedoch nicht nur ein Stein…. sondern auch noch die GoPro-Kamera!

 

Meine FILME!!!!

Das war der erste Gedanke… An der Fixseilpassage kurz vor Ende des Aufstieges wollte ich nach einem kurzen Clip die GoPro in den Rucksack stecken und griff leider daneben. Wie in Zeitlupe fiel sie den steilen Hang nach unten und ich sah meinen TAR Film 2018 nur so “dahinfliegen”, hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Datei von der Karte heruntergeladen.
Glücklicherweise fiel die Kamera nach ca 60 Meter so gegen einen Stein, dass sie liegenblieb…
Also was machen? Ich lief ein paar Meter zurück und kletterte runter zu der Stelle, wo die Kamera lag. Tizi navigierte mich hierbei und so konnten zum Glück alle Filmchen gerettet werden.

 

Eine weitere Überraschung war dann noch der zusätzliche Aufstieg nach dem Stubai Gletscher. Auch hier hat der Streckenchef die Etappe nicht gleich gelassen wie noch zwei Jahre zuvor. Sondern wir mussten abermals einen kleinen Uphill in kauf nehmen ehe wir, vorbei an einem schönen Bergsee, in Richtung Ziel laufen durften.

Tag 5 – Sölden –> St. Leonhard – ab nach Italien

Langsam wurden die Teilnehmer müde. Die 4 Tage Laufen und der Stress zeigten sich langsam in immer mehr Gesichtern und immer mehr Läufer nutzten die OutdoorPhysios vor dem Start, um sich tapen zu lassen. Wegen Gewittergefahr und einer instabilen Wetterlage mussten wir uns heute schon um 7 Uhr auf den Weg übers Timmelsjoch machen. Tizi fragte mich noch auf den ersten Metern, was uns heute erwarten sollte. Ich erzählte ihr von meiner Erfahrung von vor zwei Jahren: Einmal hoch zum Timmelsjoch und dann einen ewig langen Downhill ins Ziel. Zumindest war es 2016 so, als sich Holger kurz vor dem Ziel den Zeh brach..


Aber eigentlich hätte ich nach dem letzten Tag etwas weniger Vergangenes erzählen sollen, hatte das Team um Martin Hafenmaier bisher noch keine Route so gelassen, wie sie vor 2 Jahren war und auch heute sollte dies beibehalten werden.
Aus einem Auf- und einem Abstieg wurden jeweils drei gemacht. Sollte aber für uns nicht zum Nachteil sein, da wir als Team Bergauf so stark sind, dass wir da die meiste Zeit auf das jeweilige CutOff herauslaufen konnten 🙂


Auch waren im Vergleich zu vor 2 Jahren ein paar echt tolle Trails dabei, welche den Tag etwas kurzweiliger machten 🙂
Aber das Highlight war natürlcih an diesem Tag die Querung des Timmelsjoch.

 

Tag 6 – St. Leonhard –> Sarnthein – die Killer V3

Der vorletzte Tag auf unserem Weg nach Brixen. Auch heute sollte es nochmals ein Wechselbad der Gefühle geben…
Nachdem Carsten von Tag zu Tag schon immer mehr Probleme mit seinen Knien und einer Erkältung bekommen hatte, konnte er sich zwar gestern gerade noch so durchkämpfen, doch heute war leider Schluss für ihn. Zwei Tage vor dem Ziel entschied er sich gegen das Shirt und für die Gesundheit! Und auch Urte musste aufhören. Auch sie hatte zu starke gesundheitliche Probleme um weiter laufen zu können. So mussten Dani und Patrick jeweils alleine an den Strat gehen…
Und auch bei Tizi und mir wurde es heute 2x richtig eng…

Unser Plan für heute war das anfänglich flache Stück gemühtlich durchzujoggen und Bergauf wieder Gas geben. So trieb ich Tizi erneut mit der Aussage an: V2 ist die Todes V, ab da wird es einfacher. Wenn wir die haben, sind wir Save….
Ein Trugschluss.

Soviel zur Routine nach 6x TAR….

V1 schafften wir mit 45 min Vorsprung und an V2 waren der Vorsprung über eine Stunde. Angekommen auf der Oberen Scharte machten wir noch ein paar Bilder, gingen den Downhill herab, sangen und hatten Spaß. Zu dem Zeitpunkt dachten wir, der Tag wäre geschafft.
ABER….. die ca. 3  Stunden bis zum Cut an V3, welche wir noch an der Oberen Scharte hatten, vergingen immer weiter. Die teils ausgesetzten Passagen ließen nicht all zu viel Geschwindigkeit zu…
Und dann waren es plötzlich nur noch 30 Min zum Cut… die Versorgung noch immer nicht in Sicht und vor uns ein Bergmassiv welches es zu Umrunden gab.. Langsam machte sich ein innerlicher Stress bemerkbar.
Ich gab Tizi den Hinweis, nun doch noch eine Schippe drauf zu legen. Tizi, die aufgrund des wenigen Bergtrainings den ganzen TAR schon über sich hinauswuchs, holte nochmals alles aus sich raus und auch die 2 Kanandier hinter uns machte ich darauf aufmerksam, dass es nun eng wurde.

Zwar bekamen wir kurz vor der Versorgungsstation die Meldung der Cut wäre aufgrund des stabilen Wetters aufgehoben. aber da wir keine offizielle Meldung von der Strecke hatten, liefen wir bis zur V3 weiter und erreichten diese sogar noch vor dem offiziellen Cut 😉

Leider zollte Tizi auf dem letzten Downhill ins Ziel für die letzten Tage und heute Tribut… die Oberschenkelmuskulatur machte so zu, dass an bergab kaum noch zu denken war. Die letzten Meter bergab stützte ich sie so gut es nur ging und versuchte sie mitzubremsen.

Die Freude, dass Marc mitsamt Familie kurz vor dem Ziel auf uns warteten, wurden getrübt von der Angst, dass Tizi morgen die gut 2.500 Meter im Downhill nicht mehr schafft, solch extreme Probleme hatte sie am Schluss.
Umso schöner waren aber die Tränen der Freude den heutigen Tag doch “überlebt” zu haben.

 

Tag 7 – Sarnthein –> Brixen – die Angst vor dem späten Aus….

Letzter Schritt auf dem Weg nach Brixen. Um 8 Uhr schickte uns der Streckenchef mit den Worten “genießt den Tag ” auf die Strecke. Zwar wurde am letzten Tag noch selten jemand wegen dem Zeitlimit aus dem Rennen genommen, aber sicher konnte man sich dennoch nicht sein.

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Sicher war ich mir zuvor auch nicht über den Start von Tizi an diesem Tag.
Bereits um 4 Uhr lag ich im Camp wach und hoffte, dass die Massage von Andi Wunder gewirkt hatte und Tizi heute an den Start gehen kann. Der erste Schritt zur Wunderbehandlung trat auch schon ein: Tizi wollte es versuchen. Sorge machten mir auch nicht die ersten 25 Km, sondern eher die letzten 10 km, kannte ich den Downhill ja noch von 2016 (AlpenX100 und TAR), denn der hatte es in sich. Wir spielten uns gut ein. Auf den ersten 15 Kilometern im Uphill schob ich sie abermals und bergab hielt ich sie am Rucksack fest, um so Druck von den Oberschenkeln zu nehmen und so schafften wir es tatsächlich gemeinsam als TEAM in Brixen üner die Ziellinie zu laufen 🙂

Trotz der 6 Teilnahmen zuvor war es ein Augenblick für die Ewigkeit. Die Anstrengung, die Angst vor dem Scheitern, die Freude über das geschaffte , meine Frau wieder zu sehen, welche dieses Jahr leider nicht mitkonnte…. Es ist ein solch unbeschreibliches, ungreifbares Gefühl und die größte Freude war natürlich mit Tizi mindestens noch einmal laufen zu dürfen;)

Danke an die beste Teampartnerin die es gibt. 14 gemeinsame Etappen hatten wir. Nie gab es auch nur eine Sekunde schlechte Laune, ab und zu mal etwas TrailTourrette von dir, aber wir hatten immer Spaß in den vielen gemeinsamen Stunden auf den Trails.

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DANKE dir!!

 

Was bleibt

Zuerst ist erstmal ein Loch am Sonntag nach der tollen Finisherparty. Kein Start, kein Taschenpacken, kein Laufen. All die tollen und netten Bekanntschaften gehen wieder ihren Weg in die Welt hinaus. Ob man sich jemals wiedersieht steht in den Sternen und für mich begann am Montag gleich wieder der Alltag. Das Haus will schließlich auch fertig werden, aber es bleibt jedes Mal aufs Neue ein Loch. Das Jahreshighlight ist vorbei.
Ein lachendes Auge auf der einen Seite eines der schwersten Teamrennen erneut geschafft zu haben und ein weinendes Auge, dass genau diese tolle Zeit schon wieder vorbei ist.

 

Ein Lob geht dieses Mal an den Streckenchef, der dieses Jahr wieder geniale Arbeit geleistet hat uns wieder was neues zu bieten. Es muss doch nicht jedes zweite Jahr die Strecke genau gleich bleiben. Ohne die Änderungen hätten wir viele schöne Trails nicht erleben dürfen. DANKE dafür .
Die Streckenänderungen machten sich auch bei den Höhenmetern bemerkbar, welche so über 16.000 betrugen, was die Route diesses Jahr zu einem der anspruchsvollsten TAR-Läufen der letzten Jahre machte.

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Einziges kleines Manko, wobei dies auch nur meine Meinung ist: Dieses Jahr waren es sehr viel sehr fordernde Downhills oft über Skipsiten , wobei alles perfekt zu machen ist unmöglich, weiß ich aus eigener Erfahrung selbst die Wege welche am schönsten sind bekommt man am wenigsten genehmigt…..

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Aber nun freuen wir uns auf die Trails4Germany in Blaubeuren, bei uns am 30.09. noch könnt ihr euch anmelden 😉

 

http://www.planb-registration.de/trails4germany2018/

 

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