Transalpine-Run 2016

Transalpine-Run 2016 – 4 Brüder, 8 Läufer, 1 Familie, 1 Traum

Der Transalpine Run ein unvergessliches Erlebnis – Besonders für die 4 Klöppel-Brüder ein einmaliges Erlebnis

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Drei Länder, zwei Läufer, eine Woche – ein Traum!
So wirbt der Münchner Veranstalter, PlanB event company GmbH, für eines der härtesten Teamrennen der Welt.
Der Gore-Tex Transalpine Run: In 7 Etappen zu Fuß über die Alpen.
Das Rennen führte dieses Jahr die Läufer auf einer komplett neuen Route vom deutschen Garmisch-Partenkirchen in das italienische Brixen in Südtirol. Einmal bei diesem Rennen dabei zu sein und es zu finishen ist schon ein Traum. Für die 4 Brüder aus dem schwäbischen Asselfingen bei Ulm wurde es dieses Jahr ein ganz besonderes Erlebnis und ein Traum welcher für sie in Erfüllung ging.

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Neue Strecke 2016

Warum??? Dazu sollten wir einmal kurz eine Zeitreise in das Jahr 2012 machen…

Benjamin, der erste und, bis dahin, einzige der 4 Klöppel-Brüder, welcher sich der Leidenschaft joggen gewidmet hat, wurde von „RunnersPoint Ulm“-Franchiser Oli Mienert zu einem Vortrag von Frank Eickmann nach Ulm eingeladen.

Um was ging es?

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Die Doku

Es ging um eine Doku, welche über ein mehrtägiges Etappen-Team Rennen über die Alpen gedreht wurde: „Heaven & Hell“: Hier wurden 2 Teams auf dem Weg von Oberstdorf (D) nach Latsch (I) begleitet. Nachdem Benjamin bisher „nur“ auf der Straße unterwegs war und es hierbei leider immer nur noch um schnelle Zeiten ging, war dies das genaue Gegenteil. Es ging bei diesem Event nicht primär um die Zeit, sondern um das Ziel: Latsch, in Italien, nach 8 Tagen als Team zu erreichen und dies alles nur für ein Shirt:

DAS FINISHER-SHIRT!

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Das Finisher-Shirt (Foto: Kelvin Trautman)

Die Gemeinschaft, welche in dem Video herüber kam, faszinierte ihn so sehr, dass er bei diesem Event mitmachen wollte…

 

So ging Benjamin 2013 an den Start.

Damals wurde sein Vorgehen von dem Rest seiner Brüder noch sehr skeptisch betrachtet. Marc, Joshua und Dominik, welche bisher nur beim Schießsport und beim Fussball spielen waren, konnten es nicht wirklich nachvollziehen.Zum Ende kamen Benjamins Eltern nach Italien.

Dominik, damals noch gerade 16 Jahre, wollte erst gar nicht mit, wurde dann aber von den Eltern „gezwungen“ mitzukommen. Als die 3 zum ersten Mal im Zielbereich des Transalpine Run (TAR) standen, waren sie alle hin und weg!

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Dominik im Zielbereich beim TAR 2013

Die Gemeinschaft, der Flair, das familiäre, was dieses Ereignis ausstrahlte, war einzigartig. Den restlichen Urlaub verbrachte der Teil der Familie dann immer am Start und Ziel der restlichen Etappen. Als dann auch noch der zweite Bruder, Marc, mit Familie zum finalen Ziel nach Latsch kamen, war auch er in den Bann dieses Events gezogen.

Im Laufe des folgenden Jahres (2014) beschlossen Marc und Dominik dann auch einmal beim TAR an den Start zu gehen und so begann für die beiden das Training mit dem Ziel TAR 2015.

2014 ging Benjamin erneut an den Start. Dieses mal ging es auf die Ostroute von Ruhpolding nach Sexten, Auch Joshua war mit als Zuschauer von der Partie. Und eigentlich hatte er ja gar keine andere Wahl! Alle seiner Brüder hatten sich das Ziel TAR gesetzt ,dann konnte er doch nicht als einziger nicht mit dabei sein!

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Joshua beim TAR 2014 als Zuschauer

So wurden 2015 regelmäßig von den Jungs die Berge im Füssener Raum zu Trainingszwecken unsicher gemacht. Mit ihren Trainingsfreunden aus dem Stuttgarter Raum (Daniel Banzhaf und Daniel Rudolph) wurden auch immer wieder Trainingswochenenden auf dem Campingplatz am Forgensee, eingelegt.

2015 dann das erste Highlight: 3 der 4 Klöppel-Brüder gingen gemeinsam an den Start:

Marc zusammen mit Dominik und Benjamin mit Carsten Reichel aus Konstanz.

Für Marc und Dominik war das Ziel: Einfach nur ankommen, es genießen und sich das Finisher-Shirt im italienischen Sulden zu holen. Was die drei Brüder auch allesamt mit Bravour schafften.

 

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Klöppel Brüder + Trainingsfreunde beim TAR 2015

 

2016

2016 war ursprünglich keine Teilnahme am Transalpine Run geplant. Aber wie der Zufall es so wollte, wurde genau dieses Jahr ein besonderes für die vier Jungs.

Es wurde sogar DAS JAHR für den Klöppel-Clan!

Nachdem klar wurde, dass es eine komplett neue Route geben sollte, war Benjamin der Erste, welcher sich dies nicht entgehen lassen wollte.

Dominik, welcher finanziell bedingt, als Azubi erstmal auf 2017 sparen wollte, bekam einen tollen Sponsor (die Eltern übernahmen die Hotel und Verpflegungskosten)

Marc, gerade frischer Hausbesitzer wollte eigentlich nur die 4Trails machen, da diese etwas günstiger sind (Startgebühr und weniger Übernachtungen)

Und Joshua, ursprünglich wollte er 2016 starten, war dann aber wegen einer Kiefer-OP nicht voll im Training. Allerdings wollte er es sich nicht nehmen lassen mit seinen Brüdern zusammen zu starten. So war Traum der vier Jungs, gemeinsam am Start des TAR zu stehen.

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Klöppel-Brüder beim Gruppentraining für den TAR 2016

Leider verlief die Vorbereitung alles andere als optimal! Marc hatte, Anfang des Jahres, berufsbedingt relativ wenig Zeit zu trainieren und Joshua hatte Komplikationen mit seiner Kiefer-OP, wodurch er fast 2 Monate von Februar bis Ende April nicht trainieren konnte. Der Traum, gemeinsam in Garmisch-Partenkirchen zu starten und alle in Brixen finishen, drohte zu platzen, bevor er überhaupt begonnen hatte.

Doch Marc bekam den (Früh-) Sommer volle Rückendeckung von seiner Familie um sich noch bestmöglich auf den Lauf vorzubereiten und auch Joshua nutzte so gut wie jede freie Minute, um zu trainieren.
Für Dominik und Benjamin verlief das Training glücklicherweise ohne Probleme. Während Dominik sich noch 2 Monate vor dem TAR bei den 100 Km des Zugspitz Ultratrails versuchte, lief Benjamin 4 Wochen vor dem Transalpine Run noch die 100 Meilen von Seefeld nach Brixen.

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Der Tag vor dem Start (Zugspitze)

Die letzten Wochen vor dem Rennen flogen nur so vorbei und dann war es auch schon soweit und der TAR stand vor der Tür.
Da es dieses Jahr „nur“ 7 Etappen gab, war der Start am Sonntag, 04.09.2016 und Ziel wie gewohnt am Samstag (10.09.2016 in Brixen). Lediglich auf den Bergsprint wurde dieses Jahr verzichtet.

Das Rennen

Alles passte soweit. Die 8 Läufer und die 3 Begleiter fanden sich bis zum Abend in Garmisch-Partenkirchen ein. Es wurden die Startunterlagen abgeholt, noch neue Laufausrüstung gekauft und die erste Pastaparty (Eröffnungsfeier) besucht. Hier wurden dann gleich die ersten Bekannten begrüßt und nach bis dato nur über Facebook bekannten Kontakte Ausschau gehalten.

Tag 1 von Garmisch nach Lermoos (Start eines Traumes)

4 Brüder stehen am Start!

Überglücklich standen die 4 Klöppel-Brüder mit ihren jeweiligen Teampartnern im Starbereich und das erste Teamfoto wurde geschossen, bevor der Traum endlich beginnen konnte.
Ein einmaliges Erlebnis für die 4 Brüder, welches es auch so beim TAR noch nie gab. 4 Brüder, welche alle gleichzeitig an den Start gehen.

Das komplette Team - WeRun4Fun

Das komplette Team – WeRun4Fun

Start der ersten Etappe war dann um 10 Uhr in Garmisch und führte die Läufer raus hoch zur Tröglhütte und weiter bis zum vom Zuspitz-Ultratrail bekannten Abstieg bei der Längenfelder Lift Station. Auf dem weiteren Auf und Abstieg zu Ehrwalder Zugspitzbahn Talstation wurde dann von den Teilnehmern die deutsch/österreichische Grenze passiert. Ehe sie die Berge, kurz vor dem ersten Zielort in Lermoos, wieder ausspuckten.
An diesem ersten Tag mussten die Läufer 36,5 Km mit 2.088 Meter in Auf- und 1.791 Metern im Abstieg bewältigen.

Transalpine Run Tag 2 - 4

Kein Regen 🙂

Auch meinte es der Wettergott gut mit ihnen. War Tags zuvor noch Regen angesagt, blieb es nicht nur den ganzen Tag über trocken, sondern sogar den ein oder anderen leichten Sonnenbrand brachten die Läufer mit ins Ziel.

Hier der Tagesbericht der einzelnen Teams:  Tag 1 Garmisch nach Leermoos

 

Tag 2 Lermoos nach Imst (leider schon der erste Teamverlust)

PlanB-Wetter 😉 Regen und Alternativroute

Noch am Abend vor dem Start des 2. Tages erfuhren wir, dass die zweite Etappe leicht abgeändert werden musste.

Wir nennen es immer zum Spaß „PlanB-Wetter“, da wir kaum ein Event bei PlanB hatten, bei dem es weder regnete, noch wetterbedingt die Strecke nicht abgeändert werden musste.
Der zweite Anstieg hoch zum Grubigjoch wurde gekappt. So wurde die Etappe von ursprünglich 33,8 Km und 2.023 Meter im Aufstieg und 2.237 Meter im Abstieg um ca. 2 Km und jeweils 400 Höhenmeter gekürzt.

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Zum Start war es noch nass….

Der Grund war der Regen, welcher für die Nacht und den Tag angesagt war. Dadurch wäre die Gefahr durch Steinschlag in dieser Region einfach zu hoch gewesen, was den Veranstalter dazu verließ die Alternativroute zu laufen. Aber auch an diesem Tag hatten die Läufer wieder unheimliches Glück, denn es regnete die ganze Nacht. Doch morgens schon kurz nach dem Start schloss der Himmel seine Schleusen, sodass wir alle relativ trocken den Tag überstanden.

Transalpine Run Tag 2 - 22

Versorgungspunkt

Leider gab es aber auch eine schlechte Nachricht an diesem Tag. Dominiks Teampartner Arthur musste leider aus familiären Gründen das Rennen abbrechen und abreisen. So musste Dominik als Individualläufer auf die Strecke gehen.

Hier der Tagesbericht der einzelnen Teams:  Tag 2 Lermoos nach Imst

 

Tag 3 Imst nach Mandarfen (Die Königsetappe 2016)

Luxus Bodenteam

Am dritten Tag des diesjährigem TAR stand die Königsetappe an. Alleine schon die Daten ließen einen weiche Knie bekommen: 47.9 Km lang und, weil das alleine nicht ausreicht, mussten die Läufer noch über 3.000 Meter im Aufstieg und 2.144 Meter bergab bewältigen. Aber auch hier hatten sie wenigstens wieder Glück mit dem Wetter. Der vom Sonntag vorhergesagte Kälteeinbruch hielt sich sehr in Grenzen und auch der Regen/Schnee ließ die Läufer in Ruhe.

Transalpine Run Tag 3 - 3

Super Stimmung schon am Morgen 🙂

Bereits um 5:30 gab es an diesem Tag schon Frühstück. Es war nicht leicht, jeden morgen so früh aufzustehen. Es mussten ja bereits 1,5 h vor dem Start die Taschen an der Rezeption abgegeben werden, da diese durch den Veranstalter zur nächsten Unterkunft transportiert wurde.
Trotzdem war die Stimmung bei uns im Team immer fröhlich.

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2 der 3 Begleiter

Ein wahrer Luxus, drei Begleiter und zwei Autos dabei zu haben, welche einem viel Arbeit abnahmen, was wiederum ein deutliches Plus an Freizeit und Regenerationszeit bedeutet.  Dominik fand an diesem Tag auch ein neues Team, mit welchem er fortan sein Rennen bestreiten sollte: Juliane Ilgert und Daniel Katzberg adoptierten den zum zweiten Mal in Folge jüngsten Teilnehmer des Transalpine Run.

Hier der Tagesbericht der einzelnen Teams:  Tag 3 Imst nach Mandarfen.

 

Tag 4 Mandarfen nach Sölden (oben wird die Luft dünner)

Ein besonderer Tag

Der vierte Tag bot dieses Jahr den Läufern ein neues Highlight. Es gab zum ersten Mal in der Geschichte des Transalpine Runs eine Gletscherüberquerung. Hierbei ging es nicht nur über irgendeinen, sondern über den Gletscher, auf welchem ein Teil des letzten James Bond Films „Spectre“ gedreht wurde. Für die Läufer  war dies aber auf der 25,7 Km langen Etappe mit 1.887 Aufstiegsmeter und 2.214 Meter im Downhill eigentlich eine relativ einfach aussehende Strecke.

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Der Gletscher eine tolle Abkühlung 🙂

Da sich aber die Läufer so gut wie nur über 2.000 Meter über Meereshöhe befanden, war die Luft doch recht dünn und dies machte einigen der Läufer zu schaffen. Auch war der Abstieg über den Gletscher mehr als rutschig. Dies veranlasste den Veranstalter, das Zeitlimit etwas zu lockern, da sonst die Gefahr zu groß gewesen wäre, dass einige im „harakiri-Style“ den Gletscher herunter springen, um noch rechtzeitig das Zeitlimit zu erreichen.

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Kniefall von Benjamin vor Sonja

Im Ziel gab es dann nochmals ein weiteres Highlight, zwar nicht läuferisch, aber dennoch besonders. Benjamin machte im Ziel vor Sonja einen Kniefall. Durch die applaudierenden Zuschauer im Ziel konnte Sonja gar nicht anders, als mit ja zu antworten.
(Die Antwort wäre auch ohne das Publikum nicht anders gewesen)

Hier der Tagesbericht der einzelnen Teams:  Tag 4 Mandarfen nach Sölden

 

Tag 5 Sölden nach St. Leonhard (Höchste Konzentration bis zum Schluss)

Andere genießen es mit dem Motorrad, wir zu Fuß

Der einzige Weg von Sölden nach Italien, ohne Alpine-Ausrüstung, ist das Timmelsjoch. Ein Hotspot für Motorradfahrer. Auf der heutigen 33,3 Km langen Etappe gab es nur einen Aufstieg und einen Abstieg, was aber wiederum bedeutete, dass die gut 1.400 Meter hoch und gut 2.111 Meter nach unten jeweils am Stück absolviert werden musste.
Man wünscht es eigentlich keinem, dennoch passiert es immer wieder, dass sich Läufer bei diesem Lauf öfter mal leicht und manchmal auch schwerer verletzen. Sonst denkt man auch, es würde immer die anderen treffen, leider war es an dieser Etappe anders.

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Überraschung am Timmelsjoch

Der Aufstieg zum Timmelsjoch hoch verlief für die 4 Brüder, die 3 Partner und das Adoptivteam von Dominik optimal. Ebenso der sehr anspruchsvolle Abstieg direkt nach dem „Gipfel“ des Timmelsjoch, bei dem neben der Versorgung noch das Bodenteam die Läufer begrüßte und das tolle Panorama genossen. Auch die letzten ca. 10 Km, welche hauptsächlich auf Schotterweg verliefen, konnten gut gemeistert werden. Nach einem Abschnitt, welcher hauptsächlich auf Brücken über einer kleiner Schlucht verlief, kam ein wurzeliger Trampelpfad.
Da dieser am Ende des Waldes war, war dieser dort schon lichter und der Wechsel zwischen Schatten und Licht machte es in Verbindung mit den müden Beinen sehr schwierig. Auch der Kopf war schon so gut wie im Ziel. Schließlich war es ja auch schon geschafft.

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Dome und sein Adoptivteam 🙂

Da kam auch das „2km to Go“-Schild.
All die wechselnden Lichtverhältnisse, müde Beine/Köpfe, vom Staub und Nadeln verdeckte Wurzeln und der freudige Blick auf das Kilometer-Schild wurde leider für einige Läufer zum Verhängnis.
Viele stürzten genau an dieser Stelle und verletzten sich zum Teil leider schwer.
So auch Benjamins Teampartner Holger, welcher sich einen Zeh brach.

Dennoch erreichten alle 7 Läufer das Ziel!

Hier der Tagesbericht der einzelnen Teams:  Tag 5 Sölden nach St. Leonhard

 

Tag 6 St. Leonhard nach Sarnthein (Berg ist nicht gleich Berg)

warum die Karten manchmal täuschen

Der vorletzte Tag führte die Läufer über 33,6 Km von St. Leonhard nach Sarnthein. Dabei galt es 2.440 Höhenmeter und 2.153 Tiefenmesser zu bewältigen. Von den reinen Daten her gleich wie gestern, nur mit der Ausnahme dass es 1.000 Höhenmeter mehr waren. Eigentlich sollte es nur ein wenig schwieriger werden als gestern. Es fand ein längerer (ca. 1.600 Meter langer) Aufstieg statt und ein kleiner mit 800 Höhenmeter stand an. Dass aber jede Etappe ihre eigene Geschichte schreibt, wurde an diesem Tag wieder deutlich. Auf der Karte sah es nach dem zweiten Aufstieg eigentlich ganz locker aus. Leicht abschüssig in Richtung Ziel, so die Karte.

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Da hinten ist das Ziel..

Aber nach der Zeit, in welcher Benjamin und Holger den Tag zuvor geschafft hatten, waren sie an diesem Tag gerade mal bei 20 Kilometern.Es kam unendlich vor, bis zu der erlösenden dritten Versorgung, zu welcher ein knappes, aber faires Zeitlimit zugrunde lag. Dabei zeigte sich wieder: es darf keine Etappe unterschätzt werden.

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Wie schon vorbei??

Jeder Meter, jeder Aufstieg, jeder Abstieg ist in den Bergen unterschiedlich.
Umso mehr Freude kam bei allen auf, welche die sechste und vorletzte Etappe rechtzeitig schafften und einen weiteren Schritt in Richtung Finish in Brixen machten.

Hier der Tagesbericht der einzelnen Teams:  Tag 6  St. Leonhard nach Sarnthein

 

Tag 7 Sarnthein nach Brixen ( FINALE)

warum wir das machen und wie wir das schaffen

Die letzten 36,4 Km, 1.934 Höhenmeter und 2.348 Meter im Abstieg waren zum größten Teil nur noch zu genießen.
Zwar wurde an diesem Tag der Gipfel des Königanger nicht bezwungen wie geplant, da für später die Gewittergefahr zu hoch war, trotzdem waren es wieder ca. 1.600 Meter Non-Stop im Aufstieg.

Wieso macht ihr das? – Wird man oft von außen gefragt.
Selbst frägt man sich  – Wie schafft man das?

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Hinten die Dolomiten, die Aussicht spricht für sich!

Die beste Antwort für die Außenstehenden: einfach die Bilder zeigen, welche wir unterwegs machen. Klar, die schönsten Bilder kann man nicht per Handy oder Kamera einfangen.. die behalten wir im Kopf und im Herzen!
Einem Nicht-Trailrunner zu erklären, welche Freiheit wir in den Bergen haben, welches Gefühl es in einem auslöst, wenn man an den „Puschels“ um Carsten Schneehage und…. vorbeiläuft, an den Jungs der Medical Crew oder einfach nur an anderen, welche uns bewundern, kann man keinem vermitteln. Wie man einfach nur abschalten kann, wenn man durch die traumhafte Landschaft der Alpen wandert, läuft, springt oder kriecht. Wie traumhaft beruhigend so ein Alpsee wirken kann. Auch der Kommentar eine Helfers („es ist toll, wie man mit abgestandener und mit Wasser verdünnten Cola, Menschen ein Lächeln auf die Lippen zaubern kann“), wegen als diesen Erfahrungen, Erlebnissen und Momenten nimmt man die ganzen Strapazen auf sich.

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Fertig aber Überglücklich – Das schweißt zusammen!!!

Und zur Frage an sich selbst?
Es ist gerade bei diesem Rennen das Team, was es ausmacht und was bestmöglich funktionieren sollte, um ein unvergessliches Erlebnis daraus zu machen. Wenn man oben am finalen Abstieg nach Brixen steht, den Dom (das Ziel) schon sehen kann, aber trotzdem weiß, dass es noch 10 Kilometer, noch fast 2.000 Meter im Abstieg, anfänglich so steil, dass man nicht weiß, wie runter kommen.

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Hier die Finisher des Team WeRun4Fun meets TrailRunFun

Wenn man da einen Partner an der Seite hat, der einen aufbaut, ein Team, hat welches funktioniert, sei es durch Worte oder durch Gesten. Genau das sind die Momente, welche uns über uns hinauswachsen lassen und dabei ist es egal, ob ein Team das Rennen gewonnen hat oder jeden Tag gerade so am Zeitlimit angekommen ist.
Alle sind Helden, jeder Einzelne, auch diejenigen, welche auf ihren Körper gehört haben und ausgestiegen sind! Denn das Rennen gibt es wieder, die Gesundheit nur einmal!

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Der jüngste der Brüder geht baden 😉

Hier der Tagesbericht der einzelnen Teams:  Tag 7 Sarnthein nach Brixen

 

Ein Dank an dieser Stelle an unser Bodenteam (Birgit, Sonja und Thomas), welche uns während des Rennes den Rücken freigehalten haben und uns so dabei geholfen haben, unseren Traum wahr werden zu lassen-

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Brothers in Arms 🙂

4 Brüder, welche mit der Medaille des TAR um den Hals in Brixen auf dem Domplatz stehen.
Auch unseren Partnern RunnersPoint und ultraSPORTS danken wir dafür, dass sie uns bei diesem Projekt zur Seite standen und uns ein einheitliches Auftreten mit unseren Trikots ermöglicht haben!

Dem Team um Plan B, der Medical Crew, den Helfern, welche das Event so ermöglicht haben ein herzliches Dankeschön!

Dem OutdoorPhysio-Team, welche uns jeden Tag wieder fit gemacht haben vielen Dank!

Und Glückwunsch an jeden einzelnen Finisher und Starter bei diesem krassen Event.

Es war und wird speziell für uns ein unvergessliches Erlebnis bleiben!

Euer WeRun4Fun Team 🙂

 

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